Unterkünfte in Marokko Dachterrasse

Meine Unterkünfte in Marokko: Empfehlungen und hilfreiche Hinweise

Reisen in dem orientalischen Land Marokko lohnt sich sehr, und ist dazu noch sehr preiswert. Nicht zuletzt die Unterkünfte in Marokko sind total erschwinglich. Dabei muss man jedoch nicht mit ollen Abstiegen rechnen, sondern darf sich auch auf wunderschöne Hotels und Hostels freuen. Bei meiner Rundreise durfte ich ein paar Unterkünfte in Marokko kennen lernen, welche ich euch empfehlen kann – oder auch nicht.

 


 

Was für Unterkünfte in Marokko gibt es?

 

Hostels in Marokko:

In Marokko gibt es fast überall Hostels. Diese sind in den meisten Fällen sehr preiswert. In der Regel gibt es Gemeinschaftsbäder, oft nur ein oder zwei Toiletten und Duschen pro Etage (also für ca. 14 Gäste). Frühstück ist in den Hostels in Marokko meistens inklusive.  Fast alle Hostels haben Dachterrassen, auf denen ihr in aller Ruhe das schöne Wetter und die Sonne genießen könnt. Sitzecken gehören auch in der Regel dazu. Eine Küche zum Selbstversorgen gibt es meistens, jedoch nicht immer. Insgesamt würde ich sagen, dass die Hostels für die niedrigen Preise sauber und komfortabel sind.

Riads in Marokko: 

Ein Riad ist erstmal bloß ein traditionelles marokkanisches Haus. Dazu gehört meistens ein Innenhof mit offenem Dach und dicke Wände, die die Wärme im Sommer fernhalten. Riads gibt es in allen Preisstufen. Ein günstiges Hostel kann ebenso ein Riad sein wie das teure 5-Sterne-Hotel. Viele Unterkünfte (und auch Restaurants) verwenden die Bezeichnung jedoch gezielt in ihrem Namen. Dabei erwartet euch in der Regel ein schmucker Innenhof, manchmal mit Pool und Brunnen, häufig mit Pflanzen und bunt gefliesten Böden. Insgesamt strahlen Riads einen eleganten, orientalischen Charme aus. Das Loch im Dach ist allerdings heut meist gefüllt, um zu vermeiden, dass die Gäste der Riads nassgeregnet werden. Unter all den Unterkünften in Marokko solltet ihr mindestens einmal ein Riad wählen.

Hotels in Marokko: 

Natürlich gibt es in Marokko auch Hotels. Selbst diese sind vergleichsweise günstig und decken mit einfachen Zimmern mit Gemeinschaftsbädern bis hin zu Luxussuiten jegliche Ansprüche

Ferienwohnungen in Marokko: 

In jedem Fall kann man sich in Marokko auch ein kleines Appartement oder eine Ferienwohnung mieten. Das lohnt sich unter Umständen, wenn man länger an einem Ort bleiben möchte oder in Gesellschaft reist. Danach könnt ihr zum Beispiel bei AirBnB schauen.

Guesthouses in Marokko: 

Hier und da trifft man auch auf Unterkünfte in Marokko mit der Bezeichnung „Guesthouse“. Diese sind etwa einem Bed and Breakfast gleichzusetzen. Preislich liegen sie in der Regel zwischen einem Hotel und einem Hostel. Gerade in kleineren Orten gibt es sie häufig und sie versprechen oft eine persönliche, warme Beziehung zu den Gastgebern. Es kann passieren, dass man dort immer mal auch mit Mahlzeiten außerhalb des Zimmerpreises versorgt wird.

Camping in Marokko: 

Camping in Marokko ist unkompliziert. Wildcampen wird toleriert, ist meiner Meinung nach aber vor Allem mit einem Camper empfehlenswert, den man auch abschließen kann. Ansonsten gibt es immer wieder Campingplätze, die dann teilweise etwas außerhalb des Ortes liegen. Gerade an den Küsten wird man nicht lange nach einem Campingplatz suchen müssen.

Weitere Unterkünfte in Marokko:

Couchsurfing ist zwar in Marokko vertreten, scheint sich jedoch teilweise als schwierig zu gestalten. Gerade als Frau wirst du in der Regel nicht von einem Mann aufgenommen, denn im Islam wird das nicht besonders toleriert. Gleichzeitig könnten Frauen davor zurück schrecken, dich als Mann in ihrem Haus zu beherbergen. Einfacher hast Du es, bei einer Familie unterzukommen oder dir einen gleichgeschlechtlichen Host zu suchen.

Housesitting ist in Marokko prinzipiell möglich, jedoch recht selten. Wenn jemand gesucht wird, dann meist in den touristisch erschlossenen Küstengegenden. 

 


 

Wo finde ich Unterkünfte in Marokko?

 

 


 

Unterkünfte in Marokko im Voraus buchen oder nicht?

 

Noch ist Marokko fast ein Geheimtipp. Jedoch wird es immer leichter, günstig dorthin zu kommen, und gerade (Stand April 2017) scheint es jeden Zweiten in das nahe, orientalisch anmutende Land zu ziehen.

Marokko weiß jedoch, wie wichtig Tourismus für seine Wirtschaft ist. Es bleibt deshalb kaum zu befürchten, dass ein Engpass an Unterkünften entsteht. In den Sommermonaten kann es ratsam sein, an den Küsten einen Blick auf den Buchungsstatus der Unterkünfte zu haben. Selbst jedoch, wenn die Hostels theoretisch ausgebucht sind, kann man meist noch für kleines Geld auf dem Dach oder der Couch im Gemeinschaftsraum übernachten.

Im Frühling und Herbst, obwohl der Frühling in Marokko als „Hochsaison“ für den internationalen Tourismus gilt, müssen Unterkünfte in Marokko nicht im Voraus gebucht werden. Die Unterkünfte sind in der Regel auch untereinander gut vernetzt und werden euch helfen, ein Bett zu finden, solltet ihr kurzfristig bei einem ausgebuchten Hostel auf der Matte stehen.

 


 

Worauf ist für die Unterkünfte in Marokko zu achten?

 

Frühstück:

Frühstück ist in den Unterkünften in Marokko fast immer inklusive. Das Ausmaß kann dabei recht unterschiedlich ausfallen. Für Reisende mit Glutenunverträglichkeit ist es übrigens meist nichts, denn Brot gehört zum Standardsortiment. Meist gibt es dazu Marmelade, manchmal einen Joghurt oder Obst, hier und da gehört ein Ei dazu.

Warmwasser:

Besonders in den Bergen solltet ihr genau nachlesen, ob die Unterkünfte warmes Wasser anbieten oder nicht. Das ist nämlich nicht selbstverständlich und kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass ihr euch ein paar Tage gar nicht unter die Dusche traut, aus Angst, zu erfrieren ;-).

Tourismussteuer:

Wie in vielen anderen Ländern auch, wird auf die Unterkünfte in Marokko eine Tourismussteuer erhoben. Nicht immer ist diese jedoch beim angegebenen Preis pro Nacht auf den Buchungsseiten eingerechnet. Fast immer findet ihr dazu einen Hinweis im Text. Es kann also sein, dass ihr vor Ort nochmal etwas mehr zahlen müsst, als erwartet. 

Klimaeignung der Unterkünfte:

Gerade die günstigen Unterkünfte in Marokko haben meist keine Heizungen. Auch Klimaanlagen gibt es in den preiswertesten Unterkünften nicht immer. Im Winter kann es deshalb eisig kalt werden, besonders in den Bergen. Ich weiß nicht, wie die Marokkaner selbst damit umgehen, aber wie ihr in meinem Artikel über Chefchaouen nachlesen könnt, habe ich fast zwei Tage lang dauergezittert. Die Decken in Marokko sind meistens mehr oder minder dünne Wolldecken.

Im Sommer dagegen wird es unter Umständen ziemlich heiß. Zumindest die Riads halten die große Hitze durch ihre dicken Wände einigermaßen von den Zimmern fern, darauf verlassen kann man sich jedoch nicht.

Steckdosen und Internet:

Zwar bieten fast alle Unterkünfte in Marokko Internet an, manchmal reicht der Empfang jedoch nur bis in die erste Etage oder ist sogar nur in den Gemeinschaftsräumen verfügbar. Druckmöglichkeiten gibt es auch längst nicht immer, da müsst ihr eventuell auf einen Druckshop oder ein Internetcafé zurückgreifen.

Ein weiterer Punkt, den ihr im Hinterkopf behalten solltet, sind die Steckdosen in Marokko. Zwar funktionieren diese mit unseren Steckern, jedoch sind diese manchmal nur an einem Punkt im Zimmer zentriert und nicht immer sind es genug. Hier und da kann das Laden der elektronischen Geräte auch ziemlich lange dauern. Ein Bett mit eigener Steckdose hatte ich in Marokko glaube ich nur einmal.

 


 

Liste meiner Unterkünfte in Marokko

 

Hostels in Marrakesch

 

In Marrakesch gibt es unzählige Hostels, Hotels und Riads. Man braucht hier fast gar nicht zu buchen, muss aber die Augen offen halten: Die meisten Unterkünfte sind nicht markant ausgeschildert und sehen von außen völlig unscheinbar aus. Oft weist nur eine auf die Außentür gepinnte Plakette mit der Aufschrift „Riad“ darauf hin, dass sich hinter den Mauern ein Schlafplatz verbirgt. Die Preise gerade für Hostels in Marrakesch sind erstaunlich günstig.

 

1) Ich selbst kam erst im „The Madrassa*“ unter:

 

Das The Madrassa ist vor allem bei Hostelworld gut bewertet. Auch bei Booking.com schneidet es nicht schlecht ab, also habe ich mir das Zimmer für meine Ankunft in Marrakesch gebucht. Trotz Wegbeschreibung hatte ich erst Schwierigkeiten, das Hostel zu finden – vor allem wegen der dunklen, schmalen Gasse, die man dafür entlang gehen muss, und die gerade nachts auf den ersten Eindruck viel zu unbelebt aussieht.

Der Empfang im Hostel war dann jedoch sehr herzlich, zur Begrüßung gab es einen Pfefferminztee. Der Innenhof im Erdgeschoss gefiel mir gut, die Toiletten waren sauber, die Duschen allerdings zumindest im Erdgeschoss nicht immer hunderprozentig. Auch die Dachterasse ist nett, jedoch nicht atemberaubend. Fernab von Marrakeschs Trubel kann man es sich dort jedoch bequem machen.

Morgens gibt es ein recht großes Frühstück und spätestens dabei kommt man schnell in Kontakt mit anderen Reisenden.

Ein großes Problem gab es allerdings: Im Zimmer im Erdgeschoss wurde es gegen Abend extrem schwül. Das ging im März so weit, dass ich mich abends in feuchte Bettwäsche legte und im Wandschrank neben meinem Bett Fingerhoch Wasser Stand. Gegen die Hitze (obwohl es draußen gar nicht so schwül oder warm war) half auch der Deckenventilator nur begrenzt. Wenn ihr im Madrassa unterkommt, würde ich deshalb unbedingt auf ein Zimmer in der ersten Etage beharren, die durch ihre Tür nach draußen besser zu belüften und auch etwas ruhiger sind.

Auch gab es ein Problem mit meinem Zimmer nach der Wüstentour. 2 Hostelmitarbeiter versicherten mir vor Abreise, nach der Wüstentour könne ich erneut ein Bett haben. Dann gab es plötzlich nach der Tour keines mehr. Letztlich ein Glück, denn meine nächste Unterkunft gefiel mir sehr viel besser. Der Besitzer vom Madrassa brachte mich und zwei andere persönlich hin.

Über die Hilfsbereitschaft der Mitarbeiter kann ich wirklich nur Gutes berichten.

Fazit: Das Madrassa ist ein preiswertes, solides Hostel mit netten Mitarbeitern, dessen Erdgeschosszimmer ich jedoch patout nicht empfehlen kann.

 

Preis pro Nacht: ca. 7€

 

2) Die letzte Nacht in Marrakesch kam ich unerwartet im „Riad la calèche*“ unter:

Ich hatte Glück, dass kein Bett im Madrassa für mich reserviert worden war, denn das Riad La Calèche, in das ich verschifft wurde, übertraf alle meine Erwartungen und es ist noch heute von allen Unterkünften in Marokko mein Favorit.

Lasst euch nicht verunsichern, wenn im Internet keine Schlafsäle verzeichnet sind. Das Riad hat definitiv welche. Leicht zu finden ist es allerdings wahrlich nicht, dafür wunderschön und ruhig. Der Innenhof hat ein kleines Pool, einen Brunnen und viele schöne Sitzmöglichkeiten. Die Mitarbeiter sind kontaktfreudig und humorvoll.

Die Dachterrasse ist zwar einfach, hat aber Charme. Dort wird auch das Frühstück serviert, welches sehr lecker ist.

Am schönsten jedoch waren die Zimmer. Im Mehrbettzimmer bekommt ihr für 8 € die Nacht ein total gemütliches Bett mit richtiger Decke, eigener Steckdose, Nachtisch und einem wirklich zauberhaften, mosaikbesetzten Bad mit Messingwasserhähnen. Letzteres war das edelste in all meinen Unterkünften in Marokko. Die Fenster in den Zimmern ermöglichen ordentlich Frischluftzufuhr. 

Ich fühlte mich in diesem Riad für den kleinen Geldbetrag wirklich wie in 1001 Nacht.

Fazit: Das Riad La Calèche ist absolut empfehlenswert. Verglichen mit preisähnlichen Hostels bekommt ihr hier geradezu Luxus für euer Geld!

 

Preis pro Nacht: 8 € im Mehrbettzimmer (meist Dreibettzimmer)

 


 

Hostel in Essaouira

 

Essaouira ist ein kleiner, sehr athmosphärischer Ort. Die Menge an Hostels ist überschaubar, dazu kommen aber noch günstige Hotels und andere Unterkünfte. Entlang des Strandes finden sich auch luxuriöse Hotelanlagen. Da der Ort bei Surfern beliebt ist (vor allem Surfanfänger) bieten viele Unterkünfte Surfstunden oder Surfausrüstung an. Die Unterkünfte liegen überwiegend in fußläufiger Nähe des Stadtkernes.

 

Ich selbst kam im „Atlantic Hostel*“ unter:

 

 

Das Atlantic Hostel ist eines meiner Favoriten all meiner Unterkünfte in Marokko. Ich habe in Essaouira auch noch 2 andere Hostels von drinnen gesehen und kann auch danach sagen, dass ich mit dem Atlantic Hostel die richtige Wahl getroffen hatte.

Das Großartigste am Hostel liegt allerdings gar nicht im, sondern auf dem Hostel: Die Dachterrasse. Total gemütlich und mit einer atemberaubenden Aussicht kann man hier nicht nur das Frühstück (welches leider nicht im Preis inbegriffen, jedoch für um die 1,80€ erhältlich ist), sondern auch Tee oder Säfte zu sich nehmen und Fünfe gerade sein lassen.

Alkohol war bei meinem Aufenthalt (Stand März 2017) noch verboten, ich glaube aber, dass gerade versucht wurde, eine Lizenz dafür zu bekommen. Dafür wird auf der Dachterrasse einiges anderes in Massen konsumiert. Das muss man jedoch in Essaouira und Marokko generell abkönnen, glaube ich.

Die Betten im Atlantic Hostel waren bequem und die Zimmer geräumig. Abends wurde immer mal wieder ein großes Abendessen für alle gekocht (gegen Geld). Die Toiletten und Duschen waren auch sauber und ausreichend an der Zahl.

Noch dazu waren die Mitarbeiter im Hostel alle total nett und man fühlte sich schnell wohl, ja geradezu heimisch.

Das Hostel liegt mitten in der Medina in einer ruhigen Gasse und ist bereits an der Hauptstraße der Medina ausgeschildert.

Fazit: Ich kann für das Atlantic Hostel eine klare Empfehlung aussprechen. Die schöne Dachterrasse verleitet einen, den ganzen Tag dort zu entspannen und nach einer anstrengenden Surfstunde schläft man in den Betten abends wie ein Stein.

 

Preis pro Nacht: 6 € 

 


 

Hostel in Tanger

 

Tanger ist eine große Stadt im Norden Marokkos. Von hier legen die Fähren nach Spanien ab. Dennoch verirren sich nicht ganz so viele Touristen für längere Zeit hierher, anders als in viele Küstenstädte. Es gibt vor allem drei günstige Hostels in der Stadt, dazu natürlich Hotels und andere Unterkünfte.

 

Ich selbst kam im „Melting Pot Hostel*“ unter:

 

 

Das Melting Pot Hostel in Tanger bietet ein köstliches Frühstück an einem großen Tisch für alle Hostelgäste. Dieses gemeinsame Essen finde ich immer sehr schön. Obwohl ich mit dem Nachtbus anreiste und erst für den gleichen Abend die Nacht gebucht hatte, wurde ich geradezu aufgefordert, mich schon am Frühstück zu bedienen. Ein warmes Willkommen also. Übrigens hat das Hostel eine wunderbar ausgestattete, recht große Küche, so dass man sich hier bestens selbst versorgen kann.

Die Zimmer im Melting Pot Hostel sind klein, aber hell und freundlich, und vor allem hat jedes Bett einen kleinen Vorhang, der einem Privatsphäre gewährt. Diesen Luxus habe ich in keiner anderen der Unterkünfte in Marokko gehabt. Lediglich die Duschen sind mit einer Dusche pro Etage begrenzt, da ist es clever, bereits abends zu duschen. Dafür sind die Badezimmer sehr schön und wirken beinahe edel.

Die kleine Dachterrasse des Melting Pot Hostel könnte etwas mehr Sitzegelegenheiten bieten, passt aber zum gemütlichen Konzept der ganzen Unterkunft. Die Lage ist auch vollkommen in Ordnung und die Mitarbeiter stehen mit Informationen und Rat stets bereit.

Ein Vorteil für Backpacker, die länger unterwegs sind, ist außerdem die Möglichkeit, im Hostel Wäsche waschen und trocknen zu lassen. Nicht ganz günstig für knapp 7€, aber der Duft und das Gefühl sauberer Wäsche sind das Geld hin und wieder eben wert ;-).

Fazit: Ein gutes, gemütliches Hostel, dass sich hier und da von anderen Hostels in Marokko abhebt. Dafür auch nicht ganz günstig.

 

Preis pro Nacht: 11 €

 


 

Hostel in Asilah

 

Asilah ist zwar keine ganz kleine Stadt, aber touristisch noch nicht besonders erschlossen. Demzufolge gibt es bisher auch nur ein Hostel in der Stadt, dafür aber einige Hotels und Riads.

 

Ich selbst kam im „MIA Hostel Asilah*“ unter:

 

Bei der Anfahrt vom Zugbahnhof mit dem Taxi zum Hostel fragte ich mich, in welcher verruchten Gegend mich der Taxifahrer da raus lies. Das Hostel sah von außen wenig einladend aus, schon allein deshalb, weil es durch ein riesiges hohes Tor verschlossen war.

Kaum jedoch durch das Tor getreten erweckte das MIA Hostel einen ganz anderen Eindruck: Es war hell und freundlich, detailreich eingerichtet, hatte einen lichten und sehr gemütlichen Aufenthaltsraum mit Fernseher, eine große Küche und geräumige, ordentliche Zimmer. 

Ein großer Teil des Personals bestand selbst aus Reisenden, die in Asilah und im Hostel stecken geblieben und stets sehr gesellig waren. Frühstück im MIA Hostel war inklusive und wurde wie auch im Melting Pot in Tanger gemeinsam an einem Tisch eingenommen. Die Lage des Hostels stellte sich im Nachhinein auch als praktisch heraus, denn es war ruhig gelegen und trotzdem nah an der Medina und Asilahs Stadtkern.

Insgesamt war es im Hostel sehr leicht, Leute kennen zu lernen, allein schon durch den Aufenthaltsraum, wo eigentlich immer etwas los war. Im Sommer gibt es auf der großen Dachterrasse wohl auch Barbecue-Abende, während meines Aufenthalts im Frühling war es dort etwas ruhiger. Im MIA Hostel kann man sich außerdem Fahrräder leihen oder Surfausrüstung.

Fazit: Das MIA Hostel hat mir sehr gut gefallen und allein wegen der Leute und des schönen Aufenthaltsraumes war es schwer, wieder zu fahren. Ich kann das Hostel in jedem Fall weiterempfehlen.

 

Preis pro Nacht: 8 €

 


 

Hostels in Chefchaouen

 

Chefchaouen in den Bergen bietet überwiegend einfache Unterkünfte, wie es für ländlichere Unterkünfte in Marokko typisch ist. Nicht jede Unterkunft bietet warmes Wasser, darauf solltet Ihr bei eurer Buchung achten. Ich hatte in Chefchaouen zwei unterschiedliche Unterkünfte.

 

1) Ich kam zuerst im „Aline Hostel*“ unter: 

 

Im Aline Hostel wurde ich gleich sehr herzlich empfangen. Der Besitzer machte sich sogar die Mühe, sein Hostel zu verlassen, um mir ein Restaurant zu zeigen, das er selbst empfahl.

Gleichzeitig jedoch waren die Zimmer sehr eng und dunkel. Auch die Sitzbereiche, obgleich gemütlich, waren sehr dunkel. Ich hielt mich hier nicht gerne drinnen auf. Die Dachterrasse dagegen bot einen schönen Blick auf die Berge, war leider bei meinem Aufenthalt wegen starker Kälte und Regen kaum angenehm nutzbar.

Das Hostel bietet warme Duschen und saubere Bäder. Es ist ruhig, etwa 5 Minuten vom Place Outa El Hammam entfernt gelegen. 

Frühstück war im Hostel inklusive, dabei sehr einfach. Es gab ein halbes Brot, Marmelade und Tee oder Kaffee. Die kleine Küche auf der Dachterrasse kann genutzt werden, wirklich schön oder praktisch ist diese jedoch nicht.

Fazit: Das Aline Hostel ist okay, gefiel mir aber insgesamt von der Atmosphäre nicht so gut. Es war mir einfach zu dunkel.

 

Preis pro Nacht: 7 €

 

2) In der letzten Nacht kam ich in der „Souika Pension*“ unter:

 

In der Souika Pension teilte ich mir mit einer Anderen ein Doppelzimmer. Von diesem waren wir beide unheimlich überrascht: Es war groß, hell, freundlich eingerichtet und sogar mit zwei großen Doppelbetten bestückt. Für den gleichen Preis pro Person, wie wir ihn im Aline Hostel für zwei Hochbetten im düsteren Zimmer gezahlt hatten.

Es gab in der Pension ausreichend Bäder mit warmen Duschen und verschiedene, helle Sitzbereiche. Frühstück war im Souika leider nicht inklusive. Neben Einzel- und Doppelzimmern gibt es auch Schlafsäle in der Souika Pension.

Auch die Lage war super, gerade mal 1 – 2 Minuten vom Place Outa el Hammam entfernt, mitten in der Medina. Die anderen Reisenden im Souika waren selbst sehr kommunikativ und gesellig, ich glaube, dass es leicht fällt, dort Leute kennen zu lernen.

Fazit: Die Souika Pension war freundlich und gemütlich, wenn auch einfach. Ich kann die Unterkunft weiterempfehlen und würde sie auch bei einem erneuten Aufenthalt dem Aline Hostel vorziehen.

 

Preis pro Nacht: 6,50 € pro Person

 


 

Hotel in Azrou

 

Azrou ist ein kleiner Ort, der überwiegend als Ausgansglage für Wanderungen genutzt wird. Backpacker verirren sich nur selten nach Azrou, deshalb gibt es keine Hostels. Die günstigen Unterkünfte sind leider auch nicht im Internet zu finden. Sie stehen stattdessen eher im Reisführer, oder ihr fahrt einfach nach Azrou und schaut euch vor Ort nach Unterkünften um. Googlet ihr nach Unterkünften in Azrou tauchen zumindest ein paar mit Telefonnummer auf.

 

Ich selbst kam im „Beau Sejour“ unter:

 

Das Hotel Beau Sejour war ein simples aber anständiges Hotel mit nettem Besitzer. Die Bäder sind etwas unpraktisch, da Toilette und Dusche in einem Raum sind und die Toilette beim Duschen unheimlich nass wurde. Auch Haken fehlten, um die Kleidung sicher unterzubringen.

Eine warme Dusche kostete etwa 1 € extra. Viele Zimmer haben einen eigenen, kleinen Balkon. Die Betten waren bequem und im Zimmer gab es außerdem einen Tisch und einen Stuhl. 

Direkt unterm Hotel gibt es ein Café, in dem ihr frühstücken könnt. Oder ihr lauft eine Minute zur Hauptstraße, wo ihr weitere Restaurants und Teehäuser findet.

Fazit: Das Beau Sejour ist als einfache Unterkunft empfehlenswert, Luxus darf man hier jedoch nicht erwarten.

 

Preis pro Nacht: 6 € 

 


 

Hostel in Fès

 

In Fès gibt es zahlreiche Unterkünfte. Sie sind nicht immer leicht zu finden, da gerade die Medina sehr verwinkelt ist. Wie auch schon in Marrakesch gibt es einige Hostels, schöne Riads und teure Hotels.

 

1) Ich selbst kam in der Pension „Dar Rabha*“ unter

 

Das Dar Rabha liegt inmitten der Medina von Fès, nur wenige Gassen von einer der beiden Haupteinkaufsstraßen in der Altstadt entfernt. Es ist sehr hell, offen und gemütlich. 

Insgesamt hat mir die Unterkunft unheimlich gut gefallen. Die Zimmer waren groß und sauber und die Betten sehr bequem. Jedes Zimmer hatte große Fenster und ein eigenes Bad, welches auch schick aussah. Lediglich an einer freien Toilette konnte es da in den Morgenstunden mal scheitern.

Das Frühstück im Dar Rabha war umfangreich und sehr lecker. Und der Blick von der kleinen Dachterrasse entlohnte jede Treppenstufe dort hinauf.

Lediglich die Internetverbindung im Dar Rabha war etwas schwach und funktionierte bereits in der 1. Etage nur außerhalb der Zimmer.  

Fazit: Für den verhältnismäßig kleinen Preis bekommt ihr ein total schönes, gut ausgestattetes Hostel in guter Lage. Für Fès eine absolute Empfehlung meinerseits.

 

Preis pro Nacht: 8€

 


 

Abschließende Worte

 

Die Unterkünfte in Marokko sind prinzipiell gut und empfehlenswert. In den kleineren Orten gibt es nicht immer eine große Auswahl und die Unterkünfte können recht simpel sein. Gerade in den touristischeren Städten jedoch gibt es zahlreiche, auch luxuriöse Unterkünfte für verhältnismäßig kleines Geld.

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