Marokko als alleinreisende Frau

Marokko als alleinreisende Frau: Eine Selbstreflektion und viele Tipps

„Marokko? Wirklich? Ich hoffe du nimmst ein Kopftuch mit!“. Sätzen wie diesen begegnete ich mehrfach, als mich der Plan packte, nach Marokko zu reisen. Als alleinreisende Frau, so, wie ich es fast immer tue, um Land und Leute wirklich kennenzulernen. Aber war Marokko etwas anderes? Wie ist Marokko als alleinreisende Frau? Erfahrt mehr über meine eigenen Erfahrungen und weshalb ich Marokko manchmal Unrecht tat.

 


 

1) Marokko als alleinreisende Frau: Von der Angst der Anderen

 

Als ich Bilder und Videos von Marokko anschaute und beschloss, direkt einen Flug dorthin zu buchen, hatte ich nicht einen Gedanken an meine Sicherheit vergeudet. Es ist nicht so, dass ich mich nicht informierte. Für mich ist es selbstverständlich, dass ich mich vorher über die Kulturen, Normen und Werte eines Landes belese, um zu wissen, wie ich mich kleiden oder verhalten sollte. Aber Angst hatte ich kein bisschen.

Erst, als ich es Anderen erzählte, kamen plötzlich Zweifel auf. Manche berichteten von Freundinnenn oder Bekannten, die Marokko ganz scheußlich fanden. Auch auf Blogs gab es den ein oder anderen sehr kritischen Beitrag über die Männer des Landes. Sie seien aufdringlich, schmierig, wohl fühle man sich dort überhaupt nicht.

Ich bekam Angst um meine Sicherheit, und dabei merkte ich recht schnell, dass es die Angst der Anderen war, die ich annahm. Sie brachte mich ins Wanken und ließ mich plötzlich daran zweifeln, dass ich in Marokko als alleinreisende Frau eine tolle Zeit haben würde.

Auch gegenteilige, sehr positive Berichte von alleinreisenden Frauen im Internet oder eigenen Freundinnen, die in Begleitung dort gewesen waren, konnten diese Sorgen nicht mehr zerstreuen.

Ich trat meine Reise nach Marokko deshalb mit Skepsis an. Mit einer leisen Unsicherheit in mir drin, die zwar durch meine Vorfreude übertönt, aber nicht zum Schweigen gebracht wurde.

 


 

2) Marokko als alleinreisende Frau: Wie die Angst die Schönheit nimmt

 

Es kam, wie es kommen musste: Ich baute zu Beginn meiner Reise Mauern. Ich hatte so oft gehört, dass die Männer anstrengend seien, dass ich einen Bogen um sie machte. Ich hatte von ihren aufdringlichen Blicken gehört und ihren Sprüchen, und vermied es, mit irgendeinem von ihnen auch nur ein Wort zu wechseln.

Ich nahm ihnen die Chance, mich positiv zu überraschen. Viel schlimmer als das, ich nahm mir selbst die Chancen, positiv überrascht zu werden. Als alleinreisende Frau, als Backpackerin, lebt man von dem Austausch mit anderen Menschen. Aber ich vermied eben diesen, aus Sorge, die Anderen könnten mit ihren Warnungen, ihren Vorurteilen und ihrer Skepsis Recht behalten.

Hier und da begleitete mich dieses Schutzschild bis zum Ende meiner Marokkoreise. Und ich wurde mir so oft bewusst, wie viel Offenheit und Schönheit mir dieses Schutzschild immer wieder nahm. Ich tat Marokko unrecht. Umso mehr ein Grund für mich, diesen Artikel zu schreiben und ein Apell abzugeben, an all die alleinreisenden Frauen da draußen, die sich überlegen, nach Marokko zu reisen:

 

Angst ist in Marokko überhaupt nicht angebracht!

 

 

Marokko als alleinreisende Frau

 


 

3) Marokko als alleinreisende Frau: Häufige Vorurteile nicht bestätigt

 

„Marokko ist gefährlich!“

 

Überhaupt nicht. Marokko ist eines der sichersten Länder Afrikas und politisch sehr stabil. Auf den Straßen, gerade in den großen Städten, sieht man überall Polizisten und Sicherheitsleute. In der Geschichte des Landes gab es zwar ein paar terroristische Angriffe islamistischer Gruppen, seit 2011 ist in Marokko jedoch nichts mehr vorgefallen.

Bemerkbar macht sich auch das Fehlen von Alkoholexzessen, da dieser kaum getrunken wird: Es gibt weit weniger Schlägereien als in Deutschland, auch abends bleibt die Stimmung friedlich. Laute Wortgefechte passieren zwar hier und da, sind aber eher dem Temperament zu schulden und arten seltenst aus.

Kriminalität äußert sich auch eher in kleinen Delikten wie Taschendiebstählen oder Raubüberfällen. Mit ein paar Vorsichtsmaßnahmen kann man diesen jedoch aus dem Weg gehen.

Einzig der Grenze nach Algerien sollte man sich nicht nähern. Auch für die Westsahara gibt es eine Reisewarnung. Wer nicht mit Drogen in Kontakt kommen und keine kaufen will, sollte sich zudem nicht zu tief ins Rifgebirge im Norden Marokkos wagen. Dort ist das Hauptanbaugebiet für Cannabis. Allerdings wird der Umgang mit Cannabis in Marokko sehr offen gehandhabt (Verkauf, Besitz und Konsum), so dass euch bei einem versehentlichen Landen auf einer Plantage vermutlich ein Verkauf aufgezwungen, nicht jedoch die Knarre an den Kopf gehalten würde.

 

„Frauen werden in Marokko unterdrückt!“

 

Marokko ist ein Land im Wandel. Aber wie bei allen Dingen auf der Welt, braucht ein Wandel Zeit. Er muss Wurzeln schlagen und wachsen.

2004 hat der amtierende König Mohammed VI. das Familienrecht geändert. Demnach gelten Frauen und Männer heute als gleichberechtigt. An vielen Orten gilt das bisher leider nur auf dem Papier.

Aber das Bild auf den Straßen der Dörfer und Städte ist dennoch eines, das nicht für Unterdrückung spricht. Gerade dort, wo der Tourismus hinkommt, wo die Marokkaner westliche Luft schnuppern und die Westlichen bereit sind, in die marokkanische Kultur einzutauchen, werden nach und nach Brücken geschlagen.

Viele junge Frauen kleiden sich heute gewagt. Die meisten jungen Mädchen tragen heute enge Jeans und schicke Oberteile, statt Klamotten, die so wenig wie möglich betonen. Kopftücher sieht man auf den Köpfen der Frauen auch bei weitem nicht immer. Es ist vor allem die ältere Generation, die noch daran festhält. Zwar ist das Kopftuch kein Zeichen für Unterdrückung, da es in Marokko ohnehin freiwillig ist. Aber es ist unter Umständen ein Zeichen dafür, dass die jungen Marokkaner auf einem Weg der Veränderung sind.

Man sieht in Cafés kaum Frauen. Das ist nach wie vor Männerrevier

Ich habe in Marokko jedoch Frauen erlebt, die sehr stark waren. Die sich so unglaublich selbstsicher zwischen Gruppen von Männern hindurch bewegten, wie ich es selbst gerne könnte. Die hochhackige Schuhe trugen und damit auf dem Motorrad durch die Medina Marrakesch düsten. Ich habe erlebt, wie Männer und Frauen in Marokko miteinander umgingen, und wie junge Mädchen mit Jungs am Strand Fußball spielten.

Ich kann mir vorstellen, dass in Marokko die Gleichberechtigung der Frau noch einen langen Weg vor sich hat. Und es noch lange dauern wird, bis Frauen lachend und rauchend neben den Männern im Teehaus sitzen werden. Aber ich bin wie gesagt der Meinung, dass es in die richtige Richtung geht, und Marokkos Frauen sich überhaupt nicht als „Opfer“ fühlen, sondern stattdessen sehr mutig, gewandt und stark sind.

 

„Marokkanische Männer sind Touristinnen gegenüber total respektlos!“

 

Ich will ehrlich sein: Teilweise respektlos, ja. Total jedoch nicht. Es ist nicht so, dass man als wandelnde Trophäe herumläuft. Es werden hier und da blöde Sprüche geklopft. Vielleicht fällt mal ein Kommentar über deinen Hintern. Aber es passiert nichts weiter – keiner fasst dich an oder drängt dich in eine Ecke. Und es spielt dabei keine Rolle, ob du eine alleinreisende junge Frau, bereits in deinen Mid-40ern, ob du mit Partner oder sogar verheiratet unterwegs bist, groß oder klein bist, blond oder dunkelhaarig,… Sprüche gibt es für jeden.

Die jungen marokkanischen Männer wissen es manchmal einfach nicht anders. Dafür ist der Kontakt im eigenen Land zu den einheimischen Frauen einfach noch zu stark reglementiert. Die älteren Männer dagegen werden einer alleinreisenden Frau mit viel Respekt und Herzlichkeit begegnen, oder zumindest höflich. 

Lediglich zweimal hatte ich die Situation, von einheimischen Taxifahrern nicht ernst genommen zu werden. Ich wurde stattdessen ausgelacht. In so einem Fall schrecke ich jedoch auch nicht davor zurück, meinem Ärger Ausdruck zu verleihen. Und ausgelacht zu werden tut mir nichts. Ich saß am Ende dennoch im Taxi zu meinem Ziel und bekam das andere Mal die gewünschte Antwort auf meine Frage.

Aber vor allem: Jeder Marokkaner ist anders! Aus einem schlechten Beispiel lässt sich noch lange keine Regel für das ganze Land aufstellen! Und beispielsweise über Italien hört man von den Männern so oft grausiges. Noch während der Marokkoreise sagte eine andere Reisende zu mir, dass sie in Italien die schlimmsten Männer ihrer bisherigen Reisen erlebt habe. Und das habe ich schon oft gehört! Aber Du würdest sicher weniger Angst haben, als alleinreisende Frau nach Italien zu reisen, oder?

 

Essaouira in Marokko Fußballspiel am Strand

 


 

4) Tipps für alleinreisende Frauen in Marokko

 

Sicherheit

 

In Marokko als alleinreisende Frau solltest du dich auf keinen Fall irgendeiner Angst hingeben. Du solltest schlicht und ergreifend aufmerksam sein, unbedingt deinem Bauchgefühl vertrauen und die Regeln beachten, die du auch als Reisende mit deinem Partner oder in einer Gruppe in Marokko beachten solltest.

 

Im Rahmen der Sicherheit sind das in Marokko als alleinreisende Frau folgende:

 

  • Vermeide es, nachts noch durch die Stadt zu laufen
    • Wenn es sich nicht vermeiden lässt, wähle den kürzesten und möglichst belebtesten Weg zurück zur Unterkunft
    • Lasse dich ggf. von den Unterkünften abholen
  • Lasse dir nicht von jedem den Weg zeigen
    • Gerade kleine Kinder locken dich manchmal in eine Falle
    • Besitze den Mut, deinen vermeidlichen Guide kurzfristig abzulehnen, falls du das Gefühl hat, dass er dich in die falsche Richtung bringt oder dich in unheimliche Ecken führt, die dich nicht zum Ziel bringen
    • Frage lieber Restaurant-, Shopbesitzer, andere arbeitende Männer oder ältere Männer sowie Frauen
  • Bewahre Wertgegenstände so gut es geht in deiner Unterkunft auf
    • Teurer, überall sichtbarer Schmuck, das neue glänzende Iphone oder Kleidung mit großen Markenzeichen laden unter Umständen eher zum Taschendiebstahl ein

 

Kleidung

 

Du solltest dich in Marokko als alleinreisende Frau angemessen kleiden. Ich hatte nicht den Eindruck, dass es dich besonders vor Sprüchen oder Hinterherpfeifen schützt, aber in jedem Fall vor Schlimmerem. Am besten sind weite Klamotten, also weite Hosen und lockere T-Shirts oder Tuniken.

 

Folgende Kleidung ist in Marokko nicht angebracht:

 

  • Trägertops
  • Trägerlose Kleider
  • Hotpants
  • Miniröcke
  • T-Shirts mit tiefem Ausschnitt
  • Oberteile mit anrüchigen Aufschriften
  • Bikinis (außer an stark touristisch frequentierten Ständen wie in Essaouira)
    • Auch mit Bikinis wird euch vermutlich nichts passieren, aber die anderen Frauen reden abfällig über euch und die Männer schauen teilweise extrem – beides habe ich live miterlebt

 

Folgende Kleidung könnt ihr dagegen bedenkenlos tragen:

 

  • Pluderhosen / Haremshosen / lange Sommerstoffhosen
  • lange Jeans
  • T-Shirts ohne tiefen Ausschnitt
  • Hoodies
  • lange Röcke
  • lange Kleider mit (kurzen) Ärmeln
  • blickdichte Blusen und Tuniken
  • Dreiviertelhosen

 

Ein Kopftuch wird übrigens nicht verlangt. Vielleicht fühlst du dich jedoch Hier und da mit einem Kopftuch (langer, dünner Schal) wohler. Auch eine Sonnenbrille kann etwas vor Blicken schützen

 

Verhalten

 

Ihr solltet euch bewusst sein, dass Frauen in Marokko in der Regel nicht kess mit den Männern flirten. Wenn ihr euch in Marokko als alleinreisende Frau also auf eine Flirterei mit einem marrokanischen Mann einlasst oder diese sogar provoziert, ist ein aufdringliches Verhalten seitens des Mannes wahrscheinlich.

Bewegt euch natürlich, nehmt euch auch ruhig mal Zeit, um stehen zu bleiben, zu bummeln oder einfach nur die Situation zu beobachten. Aufgesetztes, Berge von Schminke oder freizügiges Auftreten ecken dagegen bei den Marokkanern an und kann euch gerade als alleinreisende Frau in unangenehme Situationen bringen.

Ihr solltet außerdem möglichst entschieden auftreten. Versucht nicht, aus Höflichkeit Avancen lächelnd und herzlich zu erwidern, wenn ihr nicht wollt, dass diese weitergehen. Bleibt nicht stehen, wenn euch ein Mann hinterherpfeift, um zu schauen, wer es war. Am besten ist es immer, einfach weiterzugehen. Entweder ihr ignoriert die Kontaktaufnahmen der Männer gänzlich, oder ihr erwidert sie mit einem klaren „No!“. Wenn ihr euch besser damit fühlt, hängt ein Danke an, am besten auf Französisch „No, Merci!“ oder auf Arabisch „La, Shukran„.

Wenn der Mann nicht klein bei geben sollte, dann werdet noch deutlicher und macht eine klar abwehrende Handbewegung. Besser nicht Wedeln, sondern die flache Hand hoch halten. Das ist ein Signal, das nahezu jeder Marokkaner versteht.

 

Marokko als alleinreisende Frau

 


 

Abschließende Worte

 

Marokko ist ein Land im Wandel. In Marokko als alleinreisende Frau ist es dort bisher nicht immer ganz leicht. Es kann manchmal anstrengend sein, so viel Aufmerksamkeit zu bekommen und sich darauf zu konzentrieren, Avancen aus dem Weg zu gehen. Dabei wird es jedoch nicht gefährlich. Marokko mit altbehafteten Vorurteilen zu begegnen nimmt vor allem einem selbst viel Schönheit. Ich habe jedenfalls gemerkt, dass ich dem Land damit Unrecht tue. Und Marokko hat darüber hinaus so viel zu bieten. Es gibt so viele freundliche, hilfsbereite Menschen – und das sind oft Männer! Das Land ist wunderschön. Auch oder vielleicht sogar gerade als alleinreisende Frau! 

 

Weiterführende Artikel:

♦ Stefanie von A World Kaleidoscope war auch schon alleine als Frau in Marokko und hat Berichte und Erfahrungen auf Lager
♦ Katrin von I love Travelling berichtet über ihre Erfahrungen alleine als Frau in Marrakesch
♦ Auf PinkCompass hat Caroline einen Gastartikel über das allein Reisen in Marokko geschrieben
♦ Isolde von Fernsuchtblog war mit anderen Mädels in Marokko und berichtet darüber
♦ Sabrina von Felebrina reiste sogar als Frau alleine mit ihrem Kind nach Marokko

 

Welche Erfahrungen hast Du in Marokko als alleinreisende Frau oder generell als Frau in Marokko gemacht? Waren vielleicht auch schlechte dabei? Ich bin gespannt, von Deinen Erlebnissen zu lesen!

9 Kommentare für “Marokko als alleinreisende Frau: Eine Selbstreflektion und viele Tipps

  1. Liebe Marie, tausend Dank für die Verlinkung meines Artikels! Ich kann alles, was du sagst, nur unterschreiben. Wichtig ist vielleicht noch, dass in Marokko Notlügen auch mal okay sind. Man ist dort in einer völlig anderen Kultur, die Menschen haben andere Vorstellungen von Ehe, Zusammenleben und Co. Ob alleinreisend oder nicht – selbst wenn man erzählt, dass man nicht verheiratet ist, aber mit dem Partner zusammenlebt, reagieren die Marokkaner stutzig. Also am besten direkt einen Fake-Ring tragen. Ich schau demnächst gerne mal öfter hier vorbei. Lieben Gruß, Katrin von ilovetravelling

    1. Das mit dem Ring habe ich schon häufiger gehört. Wäre wohl echt eine gute Idee, wenn einem das Angesprochen werden zu sehr auf den Keks geht. Auch der Hinweis mit den Notlügen ist hilfreich.

  2. Hey Marie,
    das ist ein super toller Artikel. Ich finde, dass auch unter Reisebloggern oft Panikmache betrieben wird und das ist schade. In jedem Land gibt es Deppen, doch die meisten Menschen sind sehr herzlich. Gut, dass du so reflektiert darüber berichtest 🙂
    Ich habe übrigens in Tunesien auch die Erfahrung gemacht, dass ein sehr bestimmtes „Non, merci.“ immer ausgereicht hat 🙂
    Viele Grüße,
    Kathi

    1. Hallo Kathi,
      deshalb ist es so schön, dass wir unsere Erfahrungen teilen und austauschen können :-). Ich denke jeder erlebt ein Land ein wenig anders. Gerade, als ich in Marokko meine Mauern fallen ließ, erlebte ich allerdings die nettesten Menschen. Schön, dass du auch in Tunesien gute Erfahrungen gemacht hast.
      Liebe Grüße,
      Marie

  3. Hallo Marie,
    ein sehr schöner Bericht!
    Ich bin im letzten Jahr zusammen mit meinem Freund und meinem Hund im Camper durch Marokko gereist. Auf der einen Seite den Mann auf der anderen den Hund….da hatte ich mit Anmache nicht viel zu tun 😉 …und ja, trotzdem gab’s Sprüche für uns…jede Menge sogar! Aber es ist genau so, wie Du schreibst: Über manche Kommentare muss man einfach hinweg sehen und andere wiederum sind herzlich.
    Am Ende sind es die zahreichen schönen Begegnungen die hängen bleiben. Marokko ist anstrengend aber eben auch unglaublich faszinierend. Ich werde wieder hinfahren..und Du?

    1. Hey Carolin,
      mit dem Camper durch Marokko zu fahren stelle ich mir auch toll vor. Ich wurde mal für 10 Minuten in Marokko in einem mitgenommen, da habe ich richtig Camperluft geschnuppert :D.
      Mit deinem letzten Satz hast du es übrigens meiner Meinung nach sehr gut zusammengefasst. Ich würde auf jeden Fall nochmal sehr gerne nach Marrakesch. Marokko ist ja auch wirklich nicht weit weg :).

  4. Ein sehr schöner, reflektierter Beitrag zu dem Thema!

    Mir ging es ganz genauso wie Dir am Anfang meiner Marokko-Reise – ich habe mich so sehr von anderen Meinungen kirre machen lasssen, dass ich beinahe meinen Couchsurfing Host in Marrakesch sitzen lies. Ich habe mich aber zum Glück dann doch noch dafür entschieden, bei seiner Familie zu übernachten. Zwei Tage später bin ich dann seiner Mutter und Schwester beim Abschied heulend im Arm gelegen, weil ich noch nie im meinem Leben solch unglaubliche Gastfreundschaft erfahren hatte! 🙂

    Insofern hast du absolut recht mit deinem Appell, bei all den Warnung nicht die Offenheit zu verlieren und jedem Land eine Chance zu geben.

    Danke für die Verlinkung! 🙂

    1. Das klingt ja total bewegend! Ich bin froh zu hören, dass auch du die Erfahrung gemacht hast, dass hohe Mauern in Marokko einfach fehl am Platz sind, ja, du sogar vom Gegenteil überzeugt wurdest: Die Marokkaner sind ein unheimlich warmherziges, gastfreundliches Völkchen ;-). Danke für deine Schilderung – und ebenso für die Verlinkung :)!!

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