Unterkünfte Regordaneweg Frankreich

Unterkünfte am Regordaneweg (GR700) in Frankreich: Meine Empfehlungen

Der Regordaneweg (GR700) gehört zu den jüngeren Fernwanderwegen in Frankreich und steht noch spürbar im Schatten der großen französischen Pilger- und Weitwanderwege. Auch sein größerer Bruder, der Stevensonweg, mit dem der Regordaneweg sich einzelne Wegabschnitte teilt, ist noch immer deutlich populärer.

Zu Unrecht, wie ich finde. Der Regordaneweg ist ein wirklich wunderschöner Weg, fernab von Pilgerflut und Touristenansturm auf den großen GR-Wegen in Frankreich, aber bei Weitem nicht weniger lohnenswert. Die Unbekanntheit des GR700 bringt es jedoch noch mit sich, dass wenige Unterkünfte entlang des Weges zur Verfügung stehen. Dies wird vermutlich kaum zum Problem werden, immerhin gibt es dann auch wenige Wanderer, die diese Unterkünfte belegen. Aber man kann eben oft auch preislich nicht so wählerisch sein.

Mein Guide empfahl übrigens, im Juli und August mehrere Monate im Voraus zu reservieren. Letztlich war ich Anfang und Mitte Juli in den meisten Unterkünften nahezu oder sogar ganz alleine – ohne Reservierung. Im August kann die Lage evtl. anders aussehen.

In der folgenden Liste führe ich die Unterkünfte am Regordaneweg auf, in denen ich selbst übernachtet habe. Außerdem gibt es noch ein paar zusätzliche Informationen zu weiteren Unterkünften an und zwischen den Etappenzielen. Möchtet ihr über diese noch mehr wissen, kann ich euch den Outdoor-Wanderführer für den GR700* empfehlen, der sehr detailliert alle Unterkünfte entlang des Regordaneweges aufzählt.

 


 

Was für Unterkünfte gibt es am Regordaneweg?

 

Hotels:

Was ein Hotel ist, brauche ich wohl keinem zu erklären. Im Normalpreis der Hotels ist nicht immer Frühstück enthalten, gleichzeitig gibt es für Wanderer häufig die Möglichkeit, einen Pauschalpreis für Abendessen, Übernachtung und Frühstück zu wählen.

Chambres d’hôtes:

Dies ist sozusagen die französische Version eines „Bed and Brekfast“. In dieser Sparte trifft man keineswegs die günstigsten Unterkünfte am Regordaneweg. Die Preise sind hier sogar manchmal höher als in den Hotels.  Dafür sind in den Chambres d’hôtes meist die Mahlzeiten Abendessen und Frühstück im Preis inbegriffen und die Unterkünfte sind oft wunderschön.

Gîtes d’étape:

Die Gîtes d’étape sind Wanderherbergen mit Mehrbettzimmern und Schlafsälen. Meist liegen diese im Privatbesitz, es gibt aber auch die „Gîtes d’étape communal“. Ich würde letztere mit einer Jugendherberge vergleichen. Die Gîtes haben in der Regel gut ausgestattete Küchen. Manchmal wird auch Frühstück und sogar Abendessen angeboten. Diese Unterkunftsart habe ich auf meiner Wanderung aufgrund des niedrigen Preises gewählt, wann immer ich konnte und war von der Qualität meist positiv überrascht.

Camping:

Es gibt an und zwischen vielen Etappenzielen kleine oder große Campingplätze. Diese liegen natürlich oft etwas außerhalb der Stadtkerne. Wildcampen ist theoretisch verboten, aber die drei Wanderer, die ich auf meinem Weg traf (ja, mehr waren es wirklich nicht!) haben alle auch mal in der freien Natur campiert.

 


 

Liste der Unterkünfte am Regordaneweg:

 

Start: Le Puy en Velay

 

Le Puy en Velay bietet zahlreiche Unterkünfte jeglicher Art. Wie ihr HIER nachlesen könnt, beginnt in Le Puy auch die Via Podiensis, einer der bekanntesten Jakobswege, weshalb Le Puy natürlich bestens auf Pilger vorbereitet ist.

Ich werde hier nicht alle Unterkünfte aufzählen, diese findet ihr wunderbar entweder im Outdoor-Wanderführer* oder auch über Booking.com*.

 

Ich selbst kam in der „Gîte d’Etape des Capucins*“ unter:

Eine meiner Meinung nach wirklich sehr schöne Unterkunft für den Beginn einer Wanderreise. Mein 6-Bett-Zimmer war ebenerdig und lag direkt am Innenhof, wo Liegestühle und Tische zum Entspannen einluden. Eine Küche gab es natürlich auch, diese hätte vielleicht etwas besser ausgestattet sein können. Ansonsten war alles sauber und schön gestaltet.

Die Mitarbeiter sprachen auch Englisch und es gab schon ab 6 Uhr Frühstück – etwas, was ich danach in keiner einzigen Unterkunft am Regordaneweg mehr erlebte. Tja, da war es leider schnell vorbei mit meinem Vorhaben, jeden Morgen so früh los zu stiefeln ;). Hier traf ich einige andere Wanderer, überwiegend Franzosen, aber auch eine Deutsche, die sich am nächsten Morgen auf den Jakobsweg begab. Im Voraus zu buchen war hier eine gute Idee.

 

Preis pro Nacht p.P.: 23,50€ inkl. Frühstück

 


 

Etappe 1: Le Puy en Velay – Landos, über Costaros

 

  • 5 Unterkünfte auf dem Regordaneweg nach Costaros: 2 Hotels, 2 Chambres d’hôtes,1 Auberge
  • 1 Campingplatz auf dem Regordaneweg nach Landos
  • 3 Unterkünfte in Landos: 2(1) Gîtes d’étape, 1 Chambres d’hôtes
    • Die „Gîte d’étape La Ruche enchantée“ schien es bei meiner Wanderung im Juli 2016 nicht mehr oder zumindest vorübergehend nicht zu geben

 

Ich selbst kam in der „Gîte d’étape communal“ unter:

 

->Hier geht es zur Homepage (auf Französisch)

Ich als blutiger Französischanfänger musste bereits hier erkennen, dass ich nur mit Englisch in den Unterkünften am Regordaneweg nicht so weit kommen würde. Der Besitzer der Herberge konnte etwa so wenig Englisch wie ich Französisch.

Dass ich es aber dennoch immer weiter versuchte und an dem Tag so weit gelaufen war, fand er wohl so sympathisch, dass er mir ein Studio für den Preis eines Schlafsaalbettes gab. Oder er wollte mich einfach nicht in den Schlafsälen vereinsamen lassen, die im Übrigen bis auf 2 Gäste komplett leer waren. So hatte ich ein Zimmer mit zwei großen Betten, einem kleinen Balkon, einem Sofa, Esstisch und einer vollausgestatteten Küche für mich allein.

 

Sonderpreis pro Nacht p.P. im Studio=Normalpreis pro Nacht p.P. im Schlafsaal (inklusive Küche): 12,50€

 


 

Etappe 2: Landos -Langogne, über Pradelles

 

  • 1 Unterkunft auf dem Regordaneweg nach Pradelles: 1 Gîte d’étape
  • 5 Unterkünfte in Pradelles: 1 Hotel, 2 Chambres d’hôtes, 1 Gîte d’étape, 1 Campingplatz
  • 8 Unterkünfte in Langogne: 4 Hotels, 1 Chambre d’hôtes, 1(0) Gîte d’étape, 2 Campingplätze

 

Ich selbst kam auf dem Campingplatz „Camping La Cigale de l’Allier“ unter:

 

->Hier geht es zur Homepage (auf Französisch)

Ich war vorher erst einmal auf einem Campingplatz gewesen. Der Campingplatz in Langogne hat mir wirklich Lust auf mehr gemacht (wenn ich nicht die ganze Nacht so gefroren hätte, aber daran war mein zu dünner Schlafsack Schuld). Wunderschön gelegen, wenn auch etwas außerhalb Langognes, mit Swimmingpool, Grillplätzen und kleinem Restaurant. Supermärkte und Apotheke waren in etwa 5 Laufminuten erreichbar.  Und: Der Platzbesitzer konnte etwas Englisch.

 

Preis pro Nacht für 1 Zelt+1Person: 10€

 


 

Etappe 3: Langogne – La Bastide Puylaurent

 

  • 3 Unterkünfte auf dem Regordaneweg nach La Bastide-Puylaurent: 1 Chambres d’hôtes, 1 Campingplatz, 1 Kloster
  • 5 Unterkünfte in La Bastide-Puylaurent: 2 Hotels, 2 Chambres d’hôtes (1 mit Gîte), 1 Campingplatz

 

Ich selbst kam in dem Hotel „Hotel Restaurand La Grand Halte“ unter:

 

->Hier geht es zur Homepage (auf Französisch)

Im Outdoor-Reiseführer* von 2013 steht, das Hotel habe ein einfaches Bettenlager mit 7 Betten. Dies hat sich auf meiner Wanderung im Juli 2016 nicht bestätigt. Auch auf der Homepage wird kein Schlafsaal mehr erwähnt. Stattdessen kam ich in einem eigenen Zimmer mit Halbpension unter. Das Zimmer war einfach, aber sauber und ausreichend. Abendessen und Frühstück waren sehr lecker und vielseitig. Preislich nicht gerade ein Backpackertraum, aber als einmalige Investition nach einem harten Wandertag war es mir das wert.

Lieber wäre ich bestimmt in dem Chambres d’hôtes mit Gîte untergekommen, aber Anfang/Mitte Juli war dieses Chambres d’hôtes überhaupt nicht in Betrieb. Die dazugehörige Homepage gibt es leider auch nicht mehr.

 

Preis pro Nacht pro Zimmer: 64€ inkl. Halbpension

 


 

Etappe 4: La Bastide Puylaurent – Villefort

 

  • 7 Unterkünfte auf dem Regordaneweg nach Villefort: 2 Hotels, 2 Chambres d’hôtes, 1 Gîte d’étape, 2 Campingplätze
  • 5 Unterkünfte in Villefort: 2 Hotels, 1 Chambres d’hôtes, 1 Gîte d’étape, 1 Campingplatz

 

Ich selbst kam in der „Gîte d’étape les Sédaries“ unter:

 

->Hier geht es zur Homepage (auf Französisch)

Im Outdoor-Reiseführer steht die Gîte erst unter einem anderen Namen, ausgeschildert ist sie vor Ort aber mit dem Namen „Les Sédaries“. Eine ziemlich große Jugendherberge mit großzügigem Frühstücksbuffet auf Wunsch, warmherziger Besitzerin (kaum Englisch) und geräumigen Zimmern. Es gibt auch Küchen. Ich hatte ein Mehrbettzimmer für mich allein, mit eigener Küche und Esstisch und eigenem Badezimmer. Das Zimmer war etwas düster und das Badezimmer sehr einfach, aber sauber.

Um zur Gîte d’étape zu gelangen, muss man das Dorf Villefort durchqueren. Auf der rechten Seite findet sich dann nach einer Weile ein kleines Schild in Hüfthöhe, das einen Berg hinauf zu „Les Sédaries“ weist. Der Weg vom Zentrum Villeforts zur Gîte dauert etwa 15 Minuten. Diese 15 Minuten spart man am nächsten Tag beim Weiterwandern wieder ein, da der Regordaneweg in die selbe Richtung verläuft.

 

Preis pro Nacht p.P.: 30,50€ inkl. Frühstück, Küche und Bettwäsche

 


 

Etappe 5: Villefort – Génolhac

 

  • 3 Unterkünfte auf dem Regordaneweg nach Génolhac: 1 Hotel, 2 Chambres d’hôtes
  • 5 Unterkünfte in Génolhac: 2 Hotels, 2 Chambres d’hôtes, 1 Gîte d’étape

 

Ich selbst kam in der „Gîte d’étape communal de l’Arceau“ unter:

 

->Hier geht es zur Homepage (auf Französisch)

Eine Gîte mit 10 Betten, 2 in einem Doppelzimmer, 8 im Mehrbettzimmer. Die Betten waren breit und sehr bequem. Die zur Gîte dazugehörige Küche war wirklich super ausgestattet. Die Sanitäranlagen sind im Keller, wo es leider ziemlich dunkel ist. Alles war sehr sauber. Für die Gîte anmelden muss man sich im „Café de l’Union“ neben der Unterkunft. Die Gîte selbst liegt eher im Innenhof. Die Besitzerin war sehr herzlich (kaum Englisch) und das Café ist auch sehr schön. Im Café kann man außerdem frühstücken. WLAN gibt es hier übrigens nur am Fenster zur Straße raus, oder eben im Café ;-).

 

Preis pro Nacht p.P.: 12,40€ (Frühstück kostet im Café 6€)

 


 

Wegstrecke: Zugfahrt nach Alés

 

Würde man den Weg über Chamborigaud und Le Pradel laufen, kommt man an folgenden Unterkünften am Regordaneweg vorbei:

  • 4 Unterkünfte auf dem Regordaneweg nach Chamborigaud: 1 Gîte, 3 Campingplätze
  • 4 Unterkünfte in Chamborigaud: 3 Hotels, 1 Chambres d’hôtes
  • 2 Unterkünfte auf dem Regordaneweg nach Le Pradel: 1 Chambres d’hôtes, 1 Gîte d’étape
  • 1 Unterkunft in Le Pradel: 1 Chambres d’hôtes
  • 4 Unterkünfte auf dem Regordaneweg nach Alés: 1 Mas (Landgut), 3 Chambres d’hôtes
  • 4 Unterkünfte in Alés: 3 Hotels, 1 Chambres d’hôtes 3km vom Zentrum entfernt

 

Ich selbst kam in Alés im „Hotel Durand*“ unter:

 

Das Hotel Durand war ein schönes, einfaches Hotel mit einem ruhigen und sonnigen Innenhof. Die Betten waren bequem. Das Frühstück bestand aus Baguette (klar!) mit Marmelade, Saft und einem Heißgetränk. Das Hotel ist nur zwei Minuten vom Zugbahnhof entfernt. Die Innenstadt von Alés war aber auch in wenigen Minuten erreichbar.

 

Preis pro Nacht pro Zimmer: 51,50€ inklusive Frühstück

 


 

Etappe 6: Alés – Vézénobres

 

  • 2 Unterkünfte auf dem Regordaneweg nach Vézénobres: 2 Chambres d’hôtes
  • 3 Unterkünfte in Vézénobres: 1 Hotel, 2 Chambres d’hôtes, 1 Gîte d’étape
    • Das im Outdoor-Reiseführer* beschriebene „Chambres d’hôtes Le Prtail d’Alés“ gibt es nicht mehr!

 

Ich selbst kam in der „Gîte d’Accueil Entre Lune et Soleil“ unter:

 

->Hier geht es zur Homepage (auf Französisch)

Die Gîte wäre beinahe meine Lieblingsunterkunft entlang des Regordaneweges (wenn es nicht die Nächste geworden wäre, s.u.). Sie war einfach mit viel Liebe eingerichtet worden. Überall hingen selbstgemachte Kunstwerke der Kinder der Familie und anderer Nippes. Schöner Nippes. Es gab eine kleine, gut ausgestattete Küchenzeile. Das Badezimmer war richtig schön, mit Mosaik ausgeschmückt. Die kleine Terasse vor der Gîte rundete das Ganze ab.

Um sich für die Gîte anzumelden, muss man nebenan bei den Besitzern (Isabelle&Olivier) klingeln. Es wird euch kaum überraschen, dass Französischkenntnisse hier von Vorteil sind, oder? 😉 Wlan gibt es hier keines, aber Vézénobres hat viele charmante Cafés mit Wlan-Zugang, in denen die Zeit sowieso viel schöner verbracht ist.

Laut Homepage gibt es unter Aufpreis Frühstück. Bei meinem Aufenthalt Mitte Juli 2016 war diese Option leider nicht zubuchbar (aus welchem Grund auch immer).

 

Preis pro Nacht p.P.: 35€

 


 

Etappe 7: Vézénobres – Russan, über Moussac

 

  • 5 Unterkünfte auf dem Regordaneweg nach Moussac: 5 Chambres d’hôtes
  • 2 Unterkunft in Moussac: 2 Chambres d’hôtes
  • 2 Unterkünfte in Russan: 1 Chambres d’hôtes, 1 Campingplatz

 

Ich selbst kam in dem „Chambres d’hôtes Les Figouriéres“ unter:

 

->Hier geht es zur Homepage 

Eine wirklich wunderschöne Unterkunft in einem ehemaligen Weingut! Mein absolutes Unterkunftshighlight auf dem Regordaneweg. Die Küche ist hochmodern, es gibt ein richtiges Wohnzimmer mit Fernseher. Das Badezimmer mit Sauna (!) war traumhaft, und es gab einen sehr schönen, kleinen Garten mit eigener Terrasse. Die Atmosphäre war sehr familiär, und der Besitzer unterhielt sich morgens beim Frühstück mit mir – auf deutsch. Als Bonus gab es zum Baguette mit selbstgemachter Marmelade noch frische Feigen vom Baum. Und das alles für einen Schnäppchenpreis!

 

Preis pro Nacht p.P.: 27€ inkl. Frühstück

 


 

Etappe 8: Russan – Nîmes, über La Calmette

 

  • 2 Unterkünfte auf dem Regordaneweg nach La Calmette: 2 Chambres d’hôtes
  • Keine Unterkunft in La Calmette
  • 1 Unterkunft auf dem Regordaneweg nach Nîmes: 1 Auberge (Jugendherberge)
  • Zahlreiche Unterkünfte in Nîmes

 

Ich selbst kam in der „Auberge de Jeunesse Hi Hostel“ unter:

 

Die Jugendherberge liegt nicht ganz zentral, für den Weg in das Stadtzentrum sollte man 20 Minuten zu Fuß einplanen (auf dem Hinweg bergab, auf dem Rückweg steil bergauf). Die große Jugendherberge ist dafür ziemlich günstig und sehr schön gelegen. Die Zimmer waren einfach und schon etwas in die Jahre gekommen. Im Sommer in Frankreich wird man aber ohnehin eher wenig Zeit im Zimmer verbringen.

Wer endlich mal wieder den Duft von frischer Wäsche genießen will, hat hier die Möglichkeit (6,60€ für Waschmaschine&Trockner). Abends kann man Kleinigkeiten zu Essen bekommen und nach dem einfachen Frühstücksbuffet für 4,80€ konnte man energiegeladen in den Tag starten.

 

Preis pro Nacht p.P. im 8-Bettzimmer: 17€
HiHostel-Mitgliedschaft für 1 Jahr (in Frankreich Voraussetzung): einmalig 11€; bis 25 Jahre 7€

 


 

Etappe 9: Nîmes – Saint-Gilles-du-Gard

 

Auf dieser 28 Kilometer langen Etappe lassen sich die ersten Kilometer entlang einer vielbefahrenen Straße per Bus umgehen. Diese Methode steht im Outdoor-Wanderführer* zwar gut beschrieben, es haben sich jedoch die Starthaltestelle und der Bus geändert. Wer diese Abkürzung wählen möchte, muss mittlerweile mit dem Bus Nummer 43 von Costiéres Parnasse fahren (nicht mit der Linie D vom Boulevard Gambetta). Die Haltestelle „La Bastide“ ist geblieben, ist aber bei der Linie 43 nicht mehr die Endhaltestelle! (s. Hier)

An der Haltestelle „La Bastide“ landet man so bei einem Campingplatz und 2 Unterkünften:

  • 3 Unterkünfte am Campingplatz Domaine de la Bastide: 2 Hotels, 1 Campingplatz
  • 1 Unterkunft auf dem Regordaneweg nach Saint-Gilles-du-Gard: 1 Chambres d’hôtes
  • 6 Unterkünfte in Saint-Gilles-du-Gard: 3 Hotels, 2 Gîtes d’étape, 1 Campingplatz

 

Ich selbst kam in der „Gîte d’etape La Pause du Pélerin“ unter:

 

->Leider keine aktuelle Homepage vorhanden

Als ich im Juli 2016 voller Stolz nach beendeter Pilgerei in die optisch sehr ansprechende Gîte d’etape stolzierte, erwartete mich dort bereits ein lachendes Grüppchen Einheimischer. Auch hier kam ich natürlich mit Englisch keinen Schritt weiter, aber es stellte sich schnell heraus, dass einer der Gäste aus dem Elsass kam und sehr gut Deutsch sprach. Er übersetzte für mich.

Der jetzige Besitzer Serge hatte die Gîte erst kürzlich vom ehemaligen Besitzer übernommen – offenbar in einem schrecklichen Zustand. Während meines Aufenthaltes gab es dagegen nichts zu meckern, im Gegenteil. Eine Freundin von Serge sowie mein deutschsprechender Freund aus dem Elsass und natürlich Serge selbst mit seinem atemberaubend schönen Schäferhund, krönten den Abschluss meiner anstrengenden Wanderreise. Wir aßen gemeinsam und saßen Abends noch lange zusammen, wo ich Zeuge von einem unbeschreiblich großen Reportoire an schmutzigen Witzen wurde. An diesem Abend dachte ich mir zum ersten Mal, dass sich so vielleicht der Jakobsweg anfühlen muss.

Die Zimmer der Gîte und das Bad waren sauber und gemütlich eingerichtet. Das Abendessen war nicht die große französische Kochkunst, aber lecker und ausgewogen. Dazu gab es Wein. Zum Frühstück gab es einfaches Baguette mit zwei Marmeladen. Die Gîte war recht hellhörig, hatte aber wirklich großen Charme.

Ich kann den Aufenthalt hier wirklich empfehlen.

 

Preis pro Nacht p.P.: 32€ inkl. Halbpension

 


 

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Habt Ihr noch Fragen? Oder habt Ihr eigene Erfahrungen mit den Unterkünften am Regordaneweg gemacht? Dann hinterlasst mir doch einen Kommentar oder schreibt mir eine E-Mail 🙂

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