Bastille Grenoble

Weshalb Ihr die Bastille in Grenoble unbedingt besuchen solltet

„Bastille“, wieder mal nur so ein Begriff aus einer Zeit, die wir doch schon längst hinter uns gelassen haben. Und sowieso, schon viel zu oft gehört und gesehen. Weshalb die Bastille in Grenoble, bei einer Frankreich Reise dennoch einen Besuch wert ist, erfahrt ihr in diesem Artikel.

 


 

1) Blick auf die Bastille in Grenoble

 

Zugegeben, von unten betrachtet macht die Bastille nicht viel her. Macht aber nichts. Dafür sieht die Seilbahn, die über den Fluss Isére hinauf zur Bastille in Grenoble führt, bereits sehr verlockend aus. Was man von dort aus wohl alles sehen kann?

 

 

Information:

HIER geht es zur offiziellen Homepage der Bastille, wo ihr auch mehr über die Seilbahn erfahren könnt. Eine Fahrt für Erwachsene kostet 5,50 €, für Hin- und Rückfahrt zahlt man 8 €. In dieser Seilbahn sitzt man nebeneinander in rundum verglasten Kugeln, so dass jeder die Aussicht genießen kann.

 


 

2) „Schon wieder eine Seilbahn? Geht das auch anders?“

 

Ja, keine Sorge. Zu Fuß dauert es vom Startpunkt der Seilbahn in der Stadt aus etwa 30 Minuten bis zur Bastille. Der Weg führt durch den Park Jardin des Dauphins, vorbei an der Via Ferrata (Kletterroute). Natürlich geht es die ganze Zeit bergauf, immerhin wollt ihr ja nach oben, zur Bastille.

Um zum Park zu gelangen (oder auch zum Startpunkt der Seilbahn), werdet ihr vermutlich erst die Innenstadt Grenobles durchqueren.

 

 

Verschnaufpause gefällig? Gönnt sie Euch! Und zwar gerne an jeder Biegung des Parks, wo Bänke oder Picknicktische immer wieder weite Blicke über die Stadt ermöglichen.

 

 

Information:

Kurze Hinweise zum Park findet ihr HIER. Ihr erreicht den Park, indem Ihr aus Grenobles Zentrum in Richtung der Isére lauft. Diese müsst ihr kurz hinter der Seilbahnstation überqueren. Wendet euch nach links, so dass ihr die Bastille, auf eurer rechten Seite liegend, passiert. Der Jardin de Dauphins beginnt dann rechter Hand kurz vor einer weiteren großen Autobrücke über den Fluss.

 


 

3) Die Bastille vor der Nase. Und jetzt?

 

Lasst die Bastille selbst einfach links liegen. Klar, ihr könnt sie euch auch genau anschauen, aber ob sich das lohnt? Ich selbst habe das nicht gemacht, weil das Drumherum einfach so schön ist, dass ich die teilweise modernisierte Bastille an sich kaum beachtet habe. Also, was stattdessen tun?

Gönnt Euch erneut eine Pause. Vielleicht nicht gerade im Restaurant, falls ihr als sparsamer Backpacker unterwegs seid. Das ist nämlich ziemlich kostenintensiv und die Plätze heiß begehrt. Kein Wunder, wenn man bei einem leckeren Kaffee auf die schneebedeckten Gipfel der Alpen und ganz Grenoble blicken kann.

Umsonst (oder günstiger mit einem Kaffee To Go im Kiosk neben der Bastille) könnt ihr die Szenerie nämlich auch genießen, indem ihr dem Weg entlang der Festungsmauern folgt. Erneut werdet ihr Bänke finden, die euch zum Beispiel einen solchen Blick bescheren:

 

 


 

4) Wandern um die Bastille Grenoble

 

Oder wenigstens Spazieren. Von der Bastille in Grenoble aus führen viele Wanderwege weiter hinauf in die Berge. Ihr könnt selbst wählen, wie lange ihr laufen wollt. Es gibt ein paar Rundwege, kurze einfache Strecken, aber auch Fernwanderwege wie den E4 oder den GR9.

Na klar, die wunderschönen Ausblicke werden Euch sicher das ein oder andere Mal in Staunen versetzen. Es gibt Rastplätze und Picknicktische. Außerdem kommt ihr so auch noch an anderen Möglichkeiten vorbei, eure Zeit bei der Bastille in Grenoble sinnvoll zu nutzen.

 

 

Information:

Am besten informiert ihr euch vorher im Touristenbüro (HIER)  über die lokalen Wanderwege. Das Touristenbüro im Zentrum hat täglich geöffnet. Eine weitere Zweigstelle findet ihr – na, wo wohl – an der Bastille (HIER). Diese hat allerdings an manchen Tagen geschlossen und sonst auch nur nachmittags auf.

 


 

5) Klettern an der Bastille in Grenoble

 

Zum Beispiel auf der „Via Ferrata“. Die Via Ferrata in Grenoble ist einer der wenigen Klettersteige, die sich in einer Stadt befinden. Der Klettersteig ist in verschiedene Bereiche aufgeteilt, die auch in der Schwierigkeit variieren. Die gesamte Route dauert etwa 2 bis 3 Stunden.

 

 

Wer sich an das Klettern erstmal ran tasten möchte, kann sich einmal den Hochseilgarten Acrobastille direkt bei der Bastille anschauen. Auch andere Aktivitäten werden in der Acrobastille angeboten.

Ein Highlight in der Acrobastille ist sicherlich das sogenannte „Air Bastille“. Auf dieser Seilbahn zum Draufsetzen (bekannt vielleicht von Spielplätzen) saust ihr an einer etwa 300 Meter langen Leine durch die Luft und habt dabei einen weiten Blick über die Stadt und die Berge.

 


 

6) Was euch die Grenobler Bastille noch zu bieten hat

 

Bei einem Spaziergang könnt ihr die Höhlen Grotte de Mandrin besichtigen. Für die ganz sportlichen unter Euch gibt es außerdem einen Fitness-Trail.

Des Weiteren sind zwei Museen in der Nähe der Bastille in Grenoble angesiedelt. Das Musée dauphinois befindet sich unterhalb der Bastille am Fluss. Das Musée de Grenoble am gegenüberliegenden Ufer der Isére.

 


 

Zusammenfassende Informationen über Grenoble

 

Anreise:

Am besten mit dem Zug (Hier) oder dem Bus. FlixBus (Hier) bedient Grenoble von Frankreich und anderen europäischen Ländern aus.

Fortbewegung vor Ort:

Das Stadtzentrum selbst erkundet sich wunderbar zu Fuß. Hinauf in die Berge gelangt ihr für 5,50 € mit der Seilbahn. Es gibt Trams und Busse, mit denen ihr innerhalb der Stadt hervorragend voran kommt.

Wie lange:

Grenoble selbst ist an einem Tag erkundet. In die umliegende Natur lassen sich mehrere Tage investieren.

3 Tage sind eine gute Zeit, um die Stadt zu entdecken und ein wenig wandern zu gehen. Länger könnt ihr natürlich immer bleiben.

Wann:

Im Sommer ist Grenoble wunderschön. Im Frühling und Herbst ist es zum Wandern etwas kühler, auf den Bergen braucht man dann allerdings schon oft wieder warme Kleidung.

Im Winter ist Grenoble für Wintersportler geeignet.

Internet&Strom:

Internetzugang gibt es in den meisten Cafés, in manchen Restaurants und in den Unterkünften. Auch an manchen öffentlichen Plätzen ist kostenloses Wifi verfügbar.

In Frankreich passen unsere schmalen deutschen Stecker. Große Stecker müssen oben ein Loch haben (s. Hier*)

Was tun:

Wandern, Klettern, Shoppen, Ausblicke genießen

Was essen:

Grenoble hat jedwede kulinarische Küche zu bieten.

Wo schlafen:

Am günstigsten nächtigt es sich in der Auberge de Jeunesse Grenoble (Hier). Diese bietet etwas außerhalb der Stadt einfache Mehrbettzimmer in Jugendherbergsmanier mit Frühstücksbuffet und Küche. Da gibt es wenig zu meckern.

Hotels* und B&B* finden sich in Grenoble einige, zum fairen Preis.

Wie viel kostet…

  • die Auberge: ca. 20 €/Nacht p.P. inkl. Frühstück
  • eine einfache Fahrt mit der Seilbahn: 5,80 €
  • ein Tramticket: 1,50 €
  • Eintritt zur Acrobastille: 15 bis 22 €

Touristeninformation und Karte:

Hier geht es zur Seite der Touristeninformation in Grenoble.

 


 

Abschließende Worte

 

Die Bastille ist nicht ohne Grund ein viel besuchter Ort in Grenoble. Mehr als die alte Verteidigungsanlage selbst können die Natur und die vielfältigen Aktivitäten begeistern. Für eine atemberaubende Aussicht über die Stadt solltet ihr die Bastille in Grenoble unbedingt besuchen.

 

 

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Warst Du schon mal in Grenoble und hast die Bastille bei Deinem Aufenthalt besucht? Welchen Wanderweg kannst Du empfehlen und was war Dein Eindruck von der Stadt? Hinterlasse doch einen Kommentar und berichte von Deinen eigenen Erfahrungen :-).

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2 Kommentare für “Weshalb Ihr die Bastille in Grenoble unbedingt besuchen solltet

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