Bali Highlights

Meine 5 persönlichen Bali Highlights

Die hinduistische Insel Bali steht auf der Liste meiner Lieblingsinseln in Indonesien eigentlich recht weit hinten. Trotzdem hat Bali aufregende und auch wunderschöne Ecken, zahlreiche schöne Tempel, tolle Reisterassen, eine schöne Kultur. Folgende persönliche Highlights werden mir stets positiv im Gedächtnis bleiben.

 


 

1) Bali Highlights: Mit dem Scooter Balis Südküste erkunden

 

Nach ein paar Tagen an Balis überfüllter Küste Seminyak verschlug es mich in Balis Süden. Genauer gesagt nach Uluwatu, wo ich ein eigenes, günstiges Bungalow auf einem Hügel mit Blick bis zum Meer hatte.

Die Strände um Seminyak und Kuta hatten mich gar nicht überzeugt. Da hatte Bali doch wohl noch mehr drauf?

Also mietete ich mir für einen Tag in der Unterkunft einen Scooter und düste morgens los.

 

Bingin Beach

 

Meine Fahrt führte mich erst zum Bingin Beach. Der Strand war noch einigermaßen leer und tatsächlich schon viel schöner, als die, die ich bisher von Bali gesehen hatte. Der Sand war weiß (das hatte mir gefehlt!), das Wasser türkis bis hellblau und weiter draußen konnte man einige Surfer beobachten.

Zum Schwimmen jedoch war der Strand nicht so geeignet, da es relativ wellig war. Stattdessen nahm ich ein Sonnenbad und genoss ein leckeres Müsli mit Obst in einem der unheimlich gemütlichen Cafès direkt am Strand.

 

 

Padang Padang Beach

 

Die Fahrt ging weiter, denn wenige Minuten entfernt wartete der Padang Padang Beach, der im Verruf ist, zu den schönsten Stränden auf Bali zu gehören. Auch bei Surfern ist er beliebt.

Als ich hier ankam, war bereits Mittag. Tatsächlich sah der Strand wunderschön aus – soweit man die vielen Menschen ausblendete, die sich auf die eigentlich viel zu kleine Sandfläche ohne Schatten quetschten.

Deshalb machte ich nur ein schnelles Foto, welches dann doch wieder sehr entzückend aussah, schaute noch ein paar Minuten aufs Meer hinaus und schwang mich dann wieder auf meinen Scooter.

Mein Tipp, falls ihr diesen Strand wirklich genießen wollt: Tut es morgens oder abends, wenn es leerer ist!

 

 

Uluwatu Beach

 

Mein letzter Strandstopp führte mich zum berüchtigten Uluwatu Beach. Um ihn zu erreichen geht es erstmal einen Hang hinauf, und dann wieder einige Treppen und Gassen wieder hinab. Schließlich landet man in einer Art Höhle – hier beginnt der Strand.

Wenn er denn da ist. Bei Flut reicht das Wasser bis in die Höhle hinein, was bei mir der Fall war. Zum Glück gibt es eine Alternative: Oben auf den Klippen gibt es das Single Fin, eine tolle Bar. Hier setzte ich mich mit einem Bier an den Rand und beobachtete die Surfer im Wasser.

Mir erschien das wahnsinnig – die Surfer mussten gegen die Strömung durch Felsen und Korallenriffe hindurch erstmal weit hinaus paddeln, um überhaupt zu den Wellen zu kommen.

Die Wellen schienen erstaunlich hoch, aber immer wieder glitten die Surfer in einer Eleganz an ihnen entlang, die vollkommen unbekümmert wirke.

Wenn sie stürzten, rissen die Wellen sie zurück Richtung Ufer. Was sicher gefährlich war, denn gegen die Felsen zu prallen oder über die Korallen gerissen zu werden schien gar nicht so unwahrscheinlich.

Gute zwei Stunden saß ich so da und bewunderte die sportlichen Wellenreiter.

 

 

Pura Luhur Uluwatuh

 

Es wurde langsam dunkel, und einen letzten Stopp hatte ich noch vor mir: Den Uluwatu Tempel. Pura Luhur Uluwatuh.

Einer der bedeutendsten Tempel Balis ergriff mich nicht besonders. Dafür ergriff mich dort etwas anderes umso mehr. Was das war, könnt ihr in meinem nächsten Bali Highlight nachlesen.

 

Warum ein Highlight?

 

Insgesamt war der Tag unheimlich gelungen. Ich konnte mit dem Scooter fahren, wohin ich wollte. Sah Bali einmal von einer anderen Seite, die schöne Strände und leidenschaftliche Surfer statt überlaufene Einkaufsmeilen zu bieten hatte. Ich konnte stoppen, wo ich wollte, und weiterfahren, wann ich wollte.

Sicher gibt es in Balis Süden noch viel mehr zu entdecken.

Deshalb meine Empfehlung: Scooter mieten und hinein in die südlichen Highlights Balis!

 


 

2) Bali Highlights: Kecak Tanz im Uluwatu-Tempel

 

Eines meiner persönlichen Bali Highlights war definitiv der Kecak-Tanz im Uluwatu-Tempel zum Sonnenuntergang.

Die balinesische Tanzaufführung wirkt unheimlich alt und traditionell, es gibt sie allerdings erst seit 1930.

Sie erzählt die Geschichte von zwei Liebenden, Sita und dem Prinzen Rama. Der böse Dämon Raksasa jedoch entführt Sita. Erst mit Hilfe des Affengenerals Hanuman kann Rama die Prinzessin zurückerobern und die Dämonen können in die Flucht geschlagen werden.

Der Kecak-Tanz funktioniert ganz ohne Text. Es gilt, sehr genau die Mimik und den Tanz zu beobachten. Eine große Gruppe von Männern begleiten den Tanz dabei mit rhythmischem Gesang. Dieser prägt letztlich die Stimmung der Situation.

 

 

Warum ein Highlight?

 

Die Freilichtbühne, wo der Kecak-Tanz stattfindet, liegt direkt an der Klippe des Uluwatu-Tempels. Sie ist zum Meer hin offen.

Der Anblick des ausdrucksvollen Tanzes, unterlegt mit dem extasischen Gesang der Männer, dabei im Hintergrund das weite Meer und die Sonne, die darüber versank und den Himmel in ein surreales Rot tauchte, war sehr ergreifend.

 


 

3) Bali Highlights: Ubud und der Monkey Forest

 

Die Stadt ist in aller Munde: Ubud, der Ort der Künstler, Spirituellen, Hippies und Menschen auf Selbstfindungswegen.

Hier gilt es, sich zu erholen, die Verbindung zur Welt herstellen. Wer nicht meditiert oder Yoga macht, gönnt sich vielleicht eine Massage. Auch bei einem Spaziergang durch die umliegenden Reisfelder und den Djungel lassen sich die Gedanken abschalten.

Mit nicht mal viel Glück gerät man früher oder später in eine der etlichen hinduistischen Zeremonien, die beinahe täglich in Ubud stattfinden.

Kulturell hat Ubud wirklich einiges zu bieten.

Gleichzeitig kommen viele Reisende nach Ubud. Eben jene, von denen ich oben sprach. Sie machen Ubud zwar zu einem offenen, internationalen Ort, belassen der Stadt dabei aber ihre Ursprünglichkeit. Nicht sie prägen Ubud, sondern Ubud prägt, wie diese Menschen ihre Cafès eröffnen, ihren Alltag leben oder ihr Hostel einrichten.

Meine absolute Restaurantempfehlung für Ubud ist übrigens das Kebun Bistro.

 

Monkey Forest

 

Gleich neben Ubud liegt der sogenannte „Monkey Forest“ im Dorf Padangtegal. Er beherbergt einen Tempel, aber vor allem bekannt ist er für seine etwa 700 Affen.

Wer hier mit Essen oder Wasserflaschen offen herumläuft, ist selbst Schuld: Verzehrbares ist hier Affenbesitz. Wenn nicht freiwillig, dann eben durch eine schlitzohrige Diebesaktion der cleveren Waldbewohner.

 

 

Warum ein Highlight?

 

Ubud hat eine starke, spirituelle Atmosphäre. Die Stadt packt einen irgendwie und hinterlässt einen tiefen Eindruck. Gleichzeitig bietet Ubud viele Möglichkeiten, die Kultur und Natur der Insel kennenzulernen. Nach Ubud würde ich sogar sehr gern einmal zurückkehren.

Deshalb: Definitiv eines meiner Bali Highlights!

 


 

4) Bali Highlights: Jatiluwih Rice Terrace

 

Nicht weit von Ubud entfernt warten die meiner Meinung nach wohl schönsten Reisterassen Balis: Die Jatiluwi Reisterassen.

In der Hauptsaison können diese wohl etwas überlaufen sein, als ich im Oktober dort war, war es allerdings friedlich. Man kann durch die Reisterassen durchlaufen, wodurch man verschiedene Perspektiven erhält.

Und für die Entspannung danach gönnt man sich am besten eine frische Kokosnuss (Kelapa muda) mit tollem Ausblick.

 

 

Warum ein Highlight?

 

Weil ich nirgendwo sonst auf Bali so ein schönes, saftiges Grün gesehen habe. Reis spielt für Indonesien eine wichtige Rolle, obgleich ein Großteil exportiert wird und gar nicht für die Eigennutzung zur Verfügung steht.

Umso schöner war es, bei einer Kokosnuss auf das satte Grün blicken zu können, das doch so tief mit der Tradition Indonesiens verbunden ist.

 


 

5) Bali Highlights: Pura Luhur Batukaru

 

Auf Balis zweithöchstem Vulkan steht der Tempel Pura Luhur Batukaru.

Der Tempel versteckt sich mitten im Djungel, wirkt geradezu verwunschen, wenn man ihn betritt. Alles ist Moosbewachsen, friedlich. Im Hintergrund sieht man den Gunung Batukaru, den Vulkan, aufragen.

Der Pura Luhur Batukaru ist nicht weit von den Jatiluwih Reisterrassen entfernt, trotzdem verirren sich nicht viele Touristen hierher. Dem Ruf des Must-See-Tempels konnte der Luhur Batukaru zum Glück entrinnen.

 

 

Warum ein Highlight?

 

Wogegen viele Tempelanlagen in Indonesien voller Touristen sind, findet man im Pura Luhur Barukaru Ruhe. Dadurch und durch die so alt und zauberhaft wirkende Anlage ist der Tempel mir als sehr besonders im Gedächtnis geblieben.

 


 

Abschließende Worte

 

Bali hat vor allem abseits der Touristenmeilen Kuta und Seminyak viel zu bieten. Die oben genannten Bali Highlights beruhen auf meinen persönlichen Erfahrungen. Sicherlich hält Bali in anderen Ecken der Insel auch noch wundervolle Highlights bereit, die ich leider aus Zeitgründen nicht mehr erkunden konnte. 

 

Weitere Artikel zu Indonesien:

♦ Malaria in Indonesien: Wie Du dich davor schützen kannst
Die Faszination der Vulkane: Gunung Ijen und Gunung Bromo auf Java
♦ Typisch Indonesien: Daran solltest Du dich bei einer Reise durch Indonesien gewöhnen
♦ Welche Kleidung für Indonesien Du (nicht) einpacken solltest
♦ Meine Trauminsel Nummer 1 – Die Togian Islands in Indonesien
♦ Indonesien: Das Land, das mein Herz im Sturm eroberte

 

Weiterführende Artikel:

♦ Sebastian von Off The Path hat für Bali 9 Highlights für Abenteurer zusammengestellt
♦ Bei Indojunkie könnt ihr einige schöne Tempel auf Bali bestaunen
♦ Jana von Sonne&Wolken hält einige gute Tipps für Ubud parat

 

Hast Du vielleicht Ergänzungen, welche das sind? Was war oder ist Dein ganz persönliches Bali Highlight? Erweitere doch ein wenig meinen Bali-Horizont und teile es mir mit ;-)!

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