Griechenland Meteora Klöster

4 Gründe für die Meteora-Klöster: Das Leben über den Wolken

Als ich in meinem Reisführer das erste Mal die Bilder sah, stand für mich fest: Da muss ich hin! Die Rede ist von den Meteora-Klöstern, welche in einer felsenzerklüfteten Region auf Griechenlands Festland liegen. Eine atemberaubende Landschaft trifft hier auf surreales Leben, welches fernab irdischer Bedeutsamkeiten nur dem Glauben gewidmet ist.

 


 

1) Die Stadt Kalambaka am Fuße der Meteora-Klöster

 

Der allerbeste Ausgangspunkt, um die Region um die Meteora-Klöster zu erkunden, ist die kleine Stadt Kalambaka am Fuße der Meteora-Felsen. Viel los ist hier nicht, aber es gibt Restaurants, Cafés und kleine Lokale. Dazu kommen idyllische Plätze, auf denen man auf einer Bank die Sonne und den Ausblick auf die Meteora-Felsen genießen kann.

Bereits aus der Stadt erhascht man den ein oder anderen Blick auf die Meteora-Klöster und die schroffen Felsen, die kaum real wirken. Dabei fühlt man sich schnell geradezu unbedeutend und klein.

 

 


 

2) Sonnenuntergang über Meteora

 

Eine hervorragende Idee ist es, abends von Kalambaka aus den steilen Aufstieg zur Panorama-Plattform auf den Meteora-Felsen anzutreten. Zwar kann man hierfür auch eine Tour buchen, das Geld zu investieren lohnt sich jedoch nicht. Ihr bekommt eine Karte mit Wanderwegen in der Touristeninformation der Stadt. Der Aufstieg dauert nur etwa eine halbe Stunde und es muss ein wenig geklettert werden. Oben angekommen erwartet euch jedoch eine grandiose Entschädigung.

Der Ausblick über die weite Ebene mit Blick auf die steilen Klippen und vereinzelte Meteora-Klöster nämlich ist atemberaubend. Und nicht mehr zu toppen, wenn dann langsam der Sonnenuntergang beginnt. Ihr könnt es euch auf der Plattform (eigentlich selbst einfach nur ein großer Steinbrocken) gemütlich machen und dem Schauspiel folgen. Absoluter Romantik-Alarm ist angesagt!

Den Abstieg nach dem Sonnenuntergang solltet ihr jedoch noch antreten, solange es nicht ganz dunkel ist. Sonst kann man auf dem Trampelpfad schnell mal stolpern oder ausrutschen. Eine Alternative wäre es, entlang der Hauptstraße, die am Panorama-Punkt vorbei führt, zu laufen. Der Weg zurück nach Kalambaka ist jedoch deutlich länger.

Die bequemste Option: Versucht, von dort aus zu trampen. Einige kommen mit dem Auto zum Panoramapunkt um den Sonnenuntergang zu beobachten und setzen euch auf dem Rückweg sicher gern in Kalambaka ab.

 

 


 

3) Wandern zu und bei den Meteora-Klöstern

 

Nun haben wir uns ja für den Sonnenuntergang schon ein bisschen warm gelaufen.

Wer nach mehr dürstet, kann in der Region um die Meteora-Klöster hervorragend auch längere Wanderungen antreten. Wieder könnt ihr euch hierfür der Wanderkarte der Touristeninformation bedienen. Richtige Wegweiser gibt es entlang der Wege leider häufig nicht. Wer es deshalb vorzieht, die Weg nicht alleine zu gehen, kann bei der Touristeninformation auch eine Tour buchen. Dabei erfahrt ihr auch direkt noch einiges über die Geschichte der Region.

Abgesehen davon erwarten euch entlang der Wanderpfade großartige Ausblicke, schattige Waldwege, verwunschene Klöster. Hier und da könnt ihr kleine Schildkröten am Wegesrand entdecken oder auch Ziegen- und Schafherden.

In der Regel führen die Wanderwege die Felsen hinauf. Ihr müsst euch also auf einen Anstieg vorbereiten und auf unebenes, steiniges oder staubiges Gelände. Insgesamt aber sind die Wanderwege gut begehbar und nicht dauerhaft anstrengend.

Auf dem Weg kommt ihr sicherlich an dem ein oder anderen Kloster vorbei, welches ihr auch von innen besichtigen könnt.

Vorsicht: Lauft lieber früh los, um die Mittagshitze zu umgehen.

Übrigens kann man an den Meteora-Felsen auch wunderbar klettern!

 

 


 

4) Die Meteora-Klöster selbst

 

Ein Leben über den Wolken. Fernab von allem Irdischen. Die Verbindung zur normalen Welt ist nur durch eine Strickleiter hergestellt. Der Glauben steht im Vordergrund und ist Dreh- und Angelpunkt des alltäglichen Lebens.

So in etwa erging es den Mönchen, die in den Meteora-Klöstern lebten. Früher taten sie das in allen 24 Klöstern der Region, heute sind nur noch 6 davon bewohnt. Die Klöster sind viele hunderte Jahre alt und gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das größte der Meteora-Klöster, das Megálo Metéora, wurde beispielsweise bereits 1344 erbaut.

Die 6 noch bewohnten Klöster (Megálo Metéora, Varlaám, Rousánou, Agía Triáda, Agios Stéfanos, Agios Nikólaos Anapavsás) können besichtigt werden. Die Übrigen sind zu schwer zugänglich oder einsturzgefährdet.

Um in die Meteora-Klöster zu gelangen, muss man Schultern und Beine bedecken. Wickelröcke und Tücher liegen jeweils am Eingang aus. Der Eintritt ist mit 3 € erstaunlich günstig.

Beachtet die unterschiedlichen Öffnungszeiten der Meteora-Klöster, welche ihr hier finden könnt.

 

 


 

Zusammenfassende Informationen zu den Meteora-Klöstern

 

Anreise:

Kalambaka hat einen eigenen Bahnhof für Züge sowie eine Busstation. Reist ihr mit dem Bus an, müsst ihr in Trikala umsteigen. Trikala erreicht ihr mit Bussen von Athen, Thessaloniki, Delfi und Volos.

Auch mit dem Zug erreicht ihr Kalambaka von Athen und Thessaloniki aus, zusätzlich von Litochoro und Volos.

Fortbewegung vor Ort:

Um von Kalambaka zu den Meteora-Klöstern zu gelangen, habt ihr viele Möglichkeiten. Natürlich könnt ihr zu vielen Klöstern laufen. Ihr könnt auch eine Tour buchen und werdet dann gefahren.

Oder ihr nehmt den Bus, der 4 mal täglich von Kalambaka aus zu allen Meteora-Klöstern fährt.

Wie lange:

Wer 2 Nächte in Kalambaka bleibt, kann den Sonnenuntergang anschauen sowie eine Wanderung zu dem ein oder anderen Kloster unternehmen. Bei einem längeren Aufenthalt sind weitere Wanderungen oder Klettertouren möglich.

Wann:

Die heißen Sommermonate solltet ihr möglichst vermeiden, wenn ihr bei den Meteora-Klöstern wandern wollt. Ideal sind die Monate Mai/Juni und September/Oktober, wo es nicht mehr ganz so warm, aber noch trocken ist.

Internet & Strom:

Internet gibt es eigentlich nur in den Unterkünften. Dort ist es recht stabil. Mobiles Internet könnt ihr seit 2017 in Griechenland kostenlos nutzen.

Für die Steckdosen benötigt ihr keinen Reiseadapter.

Was tun:

Unbedingt den Sonnenuntergang beobachten, wandern, eines der Meteora-Klöster besichtigen und sich eventuell an eine Klettertour wagen.

Was essen:

Beim Chicken Time Imbiss an der Hauptstraße Trikalon in Kalambaka gibt es köstliches und preiswertes Souvlaki.

Sehr schön sitzt man zum Essen im Restaurant oder Café außerdem an Kalambakas Kreisverkehr an der Trikalon.

Wo schlafen:

Kalambaka ist ein kleiner Ort mit verhältnismäßig vielen Unterkünften. Es gibt Guesthouses, Apartements und Hotels*.

Ich selbst kam im Host El Greco* unter. Das Hostel ist einfach, aber sauber und besticht mit einer unheimlich geselligen, warmherzigen Atmosphäre. Die Besitzerin, Dora, ist einmalig. Sie kocht jeden Morgen für die Gäste Frühstück mit Zutaten aus ihrem eigenen Garten und lässt dich wie zu Hause fühlen. Vom Hostel aus wird jeden Tag eine Wanderung zu den Meteora-Klöstern organisiert.

Wie viel kostet:

  • Bus Kalambaka – Meteora-Klöster: 1,80 €
  • Pita-Wrap: 1,30 €
  • eine Nacht im Hostel: 15 €
  • Bus von Thessaloniki: 21, 40 €
  • Eintritt in die Meteora-Klöster: 3 €

Touristeninformation und Karte:

Hier geht es zur Touristeninformation von Kalambaka und den Meteora-Klöstern.

 


 

Abschließende Worte

 

Nicht nur die Meteora-Klöster selbst, sondern auch die sie umgebende Landschaft sind beeindruckend. Die auch im Sommer noch recht grüne und waldige, zerklüftete Region unterscheidet sich von weiten Gebieten Griechenlands und ist definitiv einen Besuch wert.

 

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