Portugal Backpacking Guide Tipps

Guide und Tipps: Backpacking in Portugal

Besonders beliebt ist Portugal wohl bei Surfern und Freunden des Meeres. Das kleine Land am westlichen Ende des europäischen Kontinents lässt sich unheimlich gut und unkompliziert bereisen und ist sowohl im Sommer als auch in der Nebensaison eine Reise wert. Hier erfahrt ihr alles, was ihr zum Backpacking in Portugal wissen müsst.

 


 

1) Portugal im Überblick

 

 

Sprache: Portugiesisch

Hauptstadt: Lissabon

Einwohner: 10,3 Mio

Fläche: 92.212 km²

Währung: Euro (€)

In der EU: Ja

Visum: Für Europäer nicht nötig

 


 

2) Backpacking in Portugal

 

Portugal ist ein sehr kleines europäisches Land und sehr kostengünstig zu bereisen. Auch im Herbst oder Frühling lohnt sich Portugal, auch wenn das Meer evtl. dann zu kalt ist, um genüsslich darin zu schwimmen. Gerade in der Nebensaison sinken die Hostelpreise, was Backpackern natürlich zu  Gute kommt. Es ist leicht, als Backpacker in Portugal von Ort zu Ort zu kommen. Selbstverpflegung ist ebenfalls in den Hostels kein Problem, wodurch sich weiterhin etwas Geld sparen lässt.

 

Backpacking in Portugal klappt hervorragend.

 

Schon allein Portugals Hauptstadt Lissabon ist für Backpacker ein Paradies, da man dort günstig eine unheimlich tolle Stadt erleben kann.

 


 

3) Backpacking in Portugal als alleinreisende Frau

 

Portugal ist sicher, fortschrittlich und tolerant.

 

Backpacking in Portugal als alleinreisende Frau ist ohne Probleme möglich.

 

Beim Alleinreisen wirst du in Portugal in Hostels schnell andere Alleinreisende kennenlernen. Schon allein die vielen jungen Surfer, die auch alleine nach Portugal reisen, machen es einfach, Kontakte zu knüpfen.

 


 

4) Beste Reisezeit für Portugal Backpacking

 

Das Wetter in Portugal unterscheidet sich etwas von dem seines Nachbarn Spanien. Zwar sind die Winter in Portugal prinzipiell mild, im Sommer bleiben die Temperaturen aber in einigen Regionen durch den Einfluss des Atlantik gemäßigt. Besonders heiß wird es im Süden Portugals, in der Algarve, weshalb diese das ganze Jahr über besonders beliebt bei Touristen ist.

 

Frühling (März-Mai): 

Der Frühling ist in Portugal geeignet für Städtereisen oder Sightseeing. Für einen Strandurlaub sind die Wassertemperaturen jedoch noch zu niedrig. Die Lufttemperatur kann vor allem im Süden Portugals bereits auf 25°C ansteigen. Nach dem regenreichen Winter erstrahlt Portugal im Frühling grün und farbenfroh. Naturliebhaber kommen deshalb gerade im Frühling in Portugal auf ihre Kosten. In Portugal zu wandern ist ebenfalls im Frühling ideal. Für Backpacker locken hier noch die im Vergleich zur Hauptsaison niedrigeren Preise und weniger überlaufene Orte.

 

Sommer (Juni-August):

Der Sommer im Portugal kann heiß werden (sogar bis um die 45°C). Schwül wird es in Portugal allerdings kaum, da schafft der Atlantik und das trockene Klima Abhilfe. An den Küsten hilft der Meereswind beim Akklimatisieren. Eine gute Jahreszeit für einen Strandurlaub. Allerdings ist im Juli und August Hochsaison in Portugal. Die Preise steigen und die Strände und Städte sind vielerorts überlaufen. Als Backpacker vermutlich weniger die ideale Reisezeit.

 

Herbst (September-November):

Der Herbst in Portugal ist eine weitere geeignete Jahreszeit, um das Land intensiv zu erkunden. Im September und Oktober lässt sich auch das Meer noch wunderbar genießen – im November müsst ihr dafür bereits Glück mit dem Klima haben. Ich selbst war im November in Portugal und hatte die meisten Tage strahlenden Sonnenschein bei bis zu 24°C. Um im Meer zu schwimmen, war es mir dennoch bereits zu kalt. Manche Unterkünfte schließen zum Ende des Herbstes hin und auch Restaurants eröffnen möglicherweise erst wieder im Frühjahr. Für Wanderungen in Portugal ist der Herbst dabei super geeignet. Im November können manche Orte bereits wie ausgestorben wirken, im frühen Herbst dürfen sich Backpacker jedoch über ein lebhaftes, wenn auch preiswertes Portugal freuen.

 

Backpacking in Portugal Reisezeit

 

Winter (Dezember-Februar):

Der Winter ist – anders als bei uns in Deutschland – die regenreichste Jahreszeit in Portugal. Auch die Temperaturen sinken spürbar. Vor allem in Mittel- und Nordportugal können diese unter 10°C fallen. Deshalb ist der Norden Portugals auch stets so schön grün. Lediglich die Algarve glänzt auch noch im Winter mit ihren durchschnittlich 300 Sonnentagen im Jahr. Wer im Winter nach Portugal reisen möchte, sollte sich also auf Nässe und kalten Wind einstellen und sich dementsprechend einkleiden.

 


 

5) Anreise nach Portugal von Deutschland aus

 

Flugzeug:

Portugals größte Flughäfen finden sich in Lissabon, Porto, und Faro. Auch Billigairlines fliegen diese Flughäfen an. Nach Portugal zu fliegen ist tatsächlich die beste und sinnvollste Möglichkeit, das Land zu erreichen.

–>Ich selbst vergleiche und buche meine Flüge mit

 

Zug:

Sagen wir mal so: Möglich ist alles. Ob es Sinn macht ist eine andere Frage. Mit dem Zug nach Portugal seid ihr einen ganzen Tag oder länger unterwegs. Ihr müsstet am besten in Paris umsteigen und von dort den TGV nach Irun nehmen und dann wiederum umsteigen in den Zug nach Lissabon. Lohnen würde sich ein Zug dann, wenn ihr per Interrail unterwegs seid und Portugal auf dem Weg mitnehmen wollt.

 

Bus:

Auch mit dem Bus kommt ihr kaum nach Portugal. In etwa 40 Stunden bringen euch Busse, wie hier nachzulesen, z.B. von Köln nach Lissabon. Der Fahrpreis liegt dabei weit höher als der Preis für ein Flugticket.

 


 

6) Transport im Inland

 

Bus: 

Das portugiesische Busunternehmen Rede Expressos (Hier) verbindet viele Städte in Portugals Inland miteinander. Die Fernbusse sind gerade für Backpacker die günstigste Möglichkeit, um im Inland umher zu reisen. Durch Portugals geringe Größe müsst ihr dabei auch keine allzulangen Fahrtzeiten in Kauf nehmen. Eine Fahrt von Lissabon nach Lagos an der Südküste Portugals dauert etwa 5 Stunden.

Für Fahrgäste unter 29 Jahren gibt es das Youth Ticket, welches günstiger ist als das normale Busticket.

 

Auto:

In Portugal ein Auto zu mieten macht für Gruppen oder Familien sicher Sinn. So lassen sich auch ganz flexibel weite Entfernungen zurücklegen. Für den alleinreisenden Backpacker sind aber sicherlich Busse und Züge preiswerter und passender. Autos könnt ihr z.B. bei Sixt (Hier) oder Europcar (Hier) mieten

 

Zug: 

Auch mit dem Zug sind die spanischen Städte gut vernetzt. Tickets und Informationen erhaltet ihr auf der Seite der spanischen Bahngesellschaft CP (Hier). Junge Reisende unter 25 Jahre erhalten 25 % Rabatt auf die Tickets. Außerdem gibt es Zugpässe und eine Touristenkarte für mehrere Fahrten, die sich ebenfalls lohnen können. Interrail ist in Portugal ohne Weiteres möglich.

 

Flugzeug:

Meiner Meinung nach lohnen sich Inlandsflüge in Portugal nicht. Das Land ist so klein, dass ihr mit dem Bus fast genau so schnell seid, wie mit dem Flugzeug (Wartezeiten mit einberechnet). Aber der Umwelt tut ihr einen großen Gefallen, nicht auf derartig kurze Flüge zurück zu greifen. Wer dennoch nicht auf einen Inlandsflug verzichten mag, kommt zum Beispiel mit TAP Portugal zu den meisten portugiesischen Flughäfen.

 


 

7) Was hat Portugal zu bieten?

 

Meer, tolle Surfspots, eine wunderschöne, alte Hauptstadt, viel Geschichte und alte Gebäude, aber auch Kultur und Entertainment fehlen in Portugal nicht. Noch dazu gibt es in Portugal den köstlichen Vinho verde – den grünen Wein.

 

Backpacking in Portugal

 


 

8) Für wen ist Portugal Backpacking also besonders geeignet?

 

Für Surfer, Meerliebhaber, Freunde des Fantastischen (z.B. in Sintra), für Backpacker, die gerne unkompliziert und günstig unterwegs sein wollen. Auch Wanderer können in Portugal tolle Wegstrecken finden.

 


 

9) Budget für Backpacking in Portugal

 

Backpacking in Portugal grundsätzlich im westeuropäischen Vergleich günstig. Gerade in der Nebensaison sind die Preise niedrig, der Unterschied zur Hauptsaison ist deutlich spürbar.

 

Günstig: 

Wer als Backpacker unterwegs ist, in Hostels übernachtet oder in der Nebensaison in günstigen Hotels, sich überwiegend selbst verpflegt, für den Transport auf Busse und Züge zurück greift und nicht jeden Abend in den Clubs steil geht, wird sicherlich mit 40 €/Tag auskommen.

 

Mittelklasse:

Wer Übernachtungen in Hotels während der Hauptsaison, tägliches Essengehen in einfacheren Restaurants, das Anmieten eines Autos oder das häufige Benutzen von Taxen bevorzugt oder z.B. an verschiedenen kulturellen Veranstaltungen teil nehmen will, muss schon tiefer in die Tasche greifen. Ich schätze, hier sollten je nach Region etwa 80 €/Tag reichen.

 

Luxus: 

Portugal kann natürlich auch Luxus! Gerade an den beliebten Küstenregionen sowie in den großen Städten gibt es höherklassigen Hotels. Wer auf diese während der Hauptsaison zurück greift, regelmäßig 3-Gänge-Menüs im schicken Restaurant genießen möchte, und überwiegendes Taxifahren sowie abendliche Entertainmentshows bevorzugt, sollte sicher 120 € / Tag einplanen. Nach oben hin sind natürlich keine Grenzen gesetzt.

 

Mit meiner DKB Visa Card habe ich in Portugal gute Erfahrungen gemacht. Ich konnte überall problemlos Geld abheben und in den Unterkünften damit bezahlen.


 


 

10) Unterkünfte in Portugal

 

In Portugal gibt es viele Hostels, vor allem in den größeren Städten und an der Algarve im Süden. Backpacker brauchen sich hier gerade in der Nebensaison keinerlei Sorgen zu machen, kein Bett mehr zu finden. Im Voraus zu buchen wird damit auch hinfällig. Lediglich in der Hochsaison im Sommer sollten Unterkünfte rechtzeitig gebucht werden.

Auch Hotels in allen Preisklassen finden sich in Portugal. Große Resorts haben sich vor allem an Portugals Südküste breit gemacht (und mit ihren Golfplätzen leider auch viel Natur zerstört). Wer mit einer Gruppe reist, kann auch auf Ferienwohnungen zurückgreifen. Oder möchtet ihr gerne campen? Auch das ist in Portugal problemlos möglich.

 

–>Suche zum Beispiel hier nach Unterkünften: Booking.com*, hostelworld.de*, Fewo-Direkt, Eurocampings



Booking.com

 


 

11) Strom & Internet in Portugal

 

In den großen Städten findet ihr aber überall dort Wlan, wo man es brauchen könnte – in Cafés, Restaurants und in den Unterkünften. Manche Städte haben auch öffentliche Wlan Hotspots.

Seit 2017 könnt ihr im EU-Ausland bei einem vorübergehenden Aufenthalt kostenlos über euer Handy im mobilen Internet surfen. Es fallen keine Roaming-Gebühren mehr an.

Für den Strom in Portugal benötigt ihr keinen extra Stecker oder Adapter. Es gelten dort die selben Normen wie in Deutschland.

 


 

12) Verständigung in Portugal

 

Mit Englisch kommt ihr in den größeren Städten und an der Algarve wunderbar aus. Besonders die älteren Portugiesen können allerdings in den kleineren Orten des Landes kaum bis kein Englisch.

 


 

13) Essen und Trinken in Portugal

 

Essen:

Die portugiesische Küche ist eher einfach, bei Gewürzen wird sich zurückgehalten. Gerne wird Fleisch und Fisch gegessen, dazu gibt es häufig Kartoffeln oder auch Reis. Auch Gemüse wird gerne und viel gegessen, gilt in Portugal aber eher als Beilage zum Fleisch und Fisch. Vegetarier können gerade auf Nachfrage sicherlich auch nur Gemüse und Kartoffeln oder Reis bekommen. Auch Suppen und Eintöpfe sind sehr beliebt in Portugal.

Bekannt ist Portugal außerdem für seine süßen Puddingtörtchen, die Pastéis de nata. Diese gibt es im ganzen Land an jeder Bäckerei zu kaufen.

 

Backpacking in Portugal Essen

 

Getränke:

Sehr gerne und viel getrunken wird in Portugal Wein. Typisch für Portugal ist natürlich der süße Portwein, aber es gibt auch dutzende Rot- und Weißweine sowie den portugiesischen Vinho Verde. In der Regel kann man in Portugal das Leitungswasser trinken.

 

Essenszeiten:

Die portugiesischen Essenszeiten unterscheiden sich nicht so sehr von unseren. Nach einem kleinen Frühstück wird das Mittagessen meist zwischen 12 und 3 Uhr, das Abendessen allerding spät, ab frühestens 19 Uhr, eingenommen. Viele Portugiesen erfreuen sich auch an kleinen Snacks zu später Stunde, wofür sich zum Beispiel Petiscos oder Backwaren anbieten.

 

Lokalitäten:

In Portugal essen die Einheimischen am ehesten in den Tascas des Landes. Das sind meist kleinere, traditionelle Lokale mit fairen Preisen und großen Portionen. In den Cervejarias gibt es überwiegend Bier und kleinere Snacks. Natürlich gibt es auch richtige Restaurants mit großer Speisekarte und nettem Interior, welche dann etwas teurer sind.

 

Trinkgeld:

In Portugal bezahlt man erst seine Rechnung und lässt das Trinkgeld dann auf dem Tisch liegen oder gibt es direkt dem Kellner. 10 – 15 % solltet ihr für das Trinkgeld anrechnen.

 


 

14) Reiseführer Empfehlung für Backpacking in Portugal

 

Ich habe selbst den Lonely Planet, welcher sich super für das Backpacking in Portugal eignet. Der Reiseführer ist sehr übersichtlich gegliedert. Besonders gut gefallen haben mir die detaillierten Informationen zu Budget, Preisen, Kultur und Unterkünften. Der Lonely Planet Portugal gibt einem einen super Überblick über das Land. Die Angaben waren, so weit ich das beurteilen konnte, auch noch aktuell. Ich bin aber auch nicht empfindlich, wenn mal 2 € Preisunterschied auftauchen oder es eine Unterkunft evtl. mal nicht mehr gibt – dafür nutzen die meisten heutzutage ja ohnehin Buchungsseiten an Handy oder PC.

 

 


 

15) Meine Route: Für 13 Tage Backpacking in Portugal

 

Trotz der verhältnismäßig kurzen Zeit in Portugal konnte ich einiges vom Land sehen und in vollen Zügen (dabei sehr entspannt) genießen. Wie ich mir wirklich viel Zeit mit Portugals Süden gab, zeigt euch meine Route:

 

 

Tag 1-4: Lissabon

Anreise mit dem Flugzeug.

An Tag 2 Besichtigung der Stadt und der Hauptsehenswürdigkeiten

An Tag 3 Ausflug nach Sintra mit dem Zug. Sintra sollte mir so gut gefallen, dass ich noch einmal zurück kommen würde.

Tag 4-8: Lagos

Im November war Lagos ziemlich ruhig, aber sehr schön. Von hier gibt es einen Spaziergang entlang der Klippen, der wunderschön ist.

An Tag 6 Ausflug nach Sagres, dem Surfparadies an der Algarve. Fahrt oder Spaziergang zum Cabo de Sao Vincente – dem westlichsten Punkt Europas. Auch ein altes Fort lässt sich hier besichtigen.

An Tag 7 Ausflug nach Monchique, ein sehr idyllisches Dörfchen, von dem ein Spazierweg auf den Aussichtsberg Fóia führt.

Tag 8-10: Faro

An Tag 9 Ausflug nach Tavira, einer schönen Hafenstadt.

Tag 10-13: Lissabon

Erneutes Besichtigen der Stadt und ein weiterer Tagesausflug nach Sintra.

An Tag 13 Abflug von Lissabon zurück nach Hause.

 


 

16) Mehr Artikel zum Backpacking in Portugal

 

Budget:

Reisekosten Portugal: Backpacking mit geringem Budget durch Europas westlichstes Land

Orte des Landes:

Lagos entdecken: Meine Top 5 Empfehlungen für dich und was du dort sonst noch tun kannst
Sintra: Der Ort bei Lissabon, an dem Märchengeschichten wahr werden

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