Backpacking Gründe

8 gute Gründe für Backpacking: Meine liebste Art zu reisen

Seitdem ich zum ersten Mal mit dem Rucksack auf dem Rücken gereist bin, kann ich davon nicht genug bekommen. Aber wieso eigentlich ist Backpacking meine liebste Art zu reisen? Acht Gründe dafür.

 


 

1) Backpacking als kleines Abenteuer

 

So eine Pauschalreise ist praktisch. Im Voraus ist alles gebucht, jeder Ausflug geplant, die Uhrzeiten stehen fest und man weiß bereits genau, welche Orte man für wie viele Tage sehen wird.

Für manche ideal, um einen entspannten Urlaub zu erleben.

Für mich: Todlangweilig.

 

Als Backpacker dagegen ist jede Reise ein kleines Abenteuer.

 

Beim Backpacking wird wenig geplant, stattdessen folgt man Tipps, Empfehlungen, den vorhandenen Möglichkeiten und der eigenen Nase. Heute noch hier, morgen schon ganz woanders. Heute noch in der großen Hauptstadt, morgen in einem abgelegenen Bergdorf im Nirgendwo.

Wie ich dahin komme weiß ich heute vielleicht auch noch nicht, aber morgen wird sich das schon alles ergeben.

Backpacking bringt immer Überraschungen mit sich, ungeahnte Wendungen, große Abwechslung. Es wird einem nichts vorgekaut – man selbst ist der Motor seiner eigenen Reise.

Eine spontane Übernachtung bei einem Einheimischen kann dabei genau so schnell passieren wie eine durchzechte Nacht im Hostel. Oder ein traumhafter Sonnenuntergang an einem Strand, den man ausnahmsweise mal ganz für sich alleine hat.

 

Backpacking ist immer auch ein Abenteuer. Und ich liebe Abenteuer. Du auch?

 

Backpacking Gründe

 


 

2) Backpacking fokussiert mich auf das Wesentliche

 

In so einen Koffer passt ja alles mögliche rein. Wer zwei Wochen nur am Strand liegt, kann sich da natürlich ohne Weiteres mit 20 Outfits eindecken. Von Flaschenweise Kosmetik ganz zu schweigen.

Die Frage ist: Sind 20 Outfits wichtig? Brauche ich wirklich jeden Tag etwas Frisches zum Anziehen? Muss ich mich wirklich für den Strand auftakeln, wie als würde ich auf einem Galaabend eingeladen sein?

Ich finde nicht.

Beim Backpacking habe ich nur wenig dabei. Es gibt natürlich auch Rucksäcke mit 70 Liter Fassungsvermögen – aber tragen würde ich den vollgestopft ganz sicher nicht wollen. Ganz schnell fällt einem dann auch auf, dass fünf Outfits für die Reise absolut reichen. Dass auch ein großer Sack voll Schminke nicht sein muss.

Stattdessen lässt man den Strand eben einfach Strand sein und genießt ihn. Man reist wegen des Reisens wegen, nicht, um sich selbst zu präsentieren.

Beim Backpacking erlebe ich eine großartige Zeit, obwohl ich nur begrenzte Möglichkeiten habe mich zu kleiden, zu schlafen, zu essen. Ich stelle aber auch jedes Mal wieder fest:

 

Ich brauche davon nichts, um wirklich glücklich zu sein.

 

Im Gegenteil. Ich bin mit dem Wenigen, was ich dabei habe, viel zufriedener als zu Hause, wenn ich vor meinem vollen Kleiderschrank stehe oder mal wieder teuer essen gehe. Weil eben nicht mehr das Materielle im Vordergrund steht, sondern die Erfahrungen an sich. Die Zeit, der Moment.

Und dann plötzlich weiß ich auch wieder zu schätzen, wie großartig eine warme, lange Dusche eigentlich ist. Wie komfortabel ein eigenes Auto ist, und wie wenig selbstverständlich. Wie toll frisch gewaschene Wäsche riecht.

 

 


 

4) Leute kennenlernen leicht gemacht

 

Für mich persönlich einer der vorherrschenden Gründe für Backpacking: Bei kaum einem anderen Reisestil ist es so leicht, Leute kennenzulernen.

Umso mehr überwiegt dieser Vorteil beim Alleinreisen. Aber auch beim Backpacking in Begleitung geht es ganz schnell, mit Fremden ins Gespräch zu kommen.

Natürlich ist so ein Hostel mit Gemeinschaftsräumen bereits ein idealer Ort dafür. Die meisten Backpacker sind aufgeschlossen, neugierig und sehr an Gesprächen und Austausch interessiert. Letztlich lebt eine individuelle Backpackingreise auch davon, von persönlichen Tipps und Erfahrungen Anderer zu profitieren.

Ich habe aber festgestellt, dass es als Backpacker bei weitem nicht nur im Hostel möglich ist, nette Kontakte zu knüpfen. Ob im Café am Nebentisch, im Bus eine Reihe vor einem oder beim Warten auf die Fähre am Hafen, ein Rucksack auf dem Rücken scheint so viel wie das Aushängeschild für „Ich quatsche gern mit dir“ zu sein.

Im Übrigen darf und sollten Rückzug und Zeit für einen allein natürlich genau so sein, wenn einem danach ist. Beim Backpacking dennoch stets die Möglichkeit zu haben, Gesellschaft finden und mich austauschen zu können bereichert meine Reisen ungemein.

 

Backpacking Gründe

 


 

5) Backpacking als Weg zum authentischen Reisen

 

Ich bin einfach niemand, der „Urlaub macht“. Tagelang tatenlos an einem Strand liegen, den ich mir nur mit Touristen teile, alle Mahlzeiten im Hotel einnehmen und maximal für eine kleine Shoppingtour in auf Touristen ausgelegten Straßen die Hotelanlage verlassen ist für mich nichts.

 

Ich möchte reisen.

 

Ich möchte ein Land kennenlernen, die Menschen, das Denken. Die Kultur, Traditionen, die Sprache und die Landschaft entdecken. Ich möchte das Essen kosten, die Geschichte des Landes ergründen und mich von all dem faszinieren lassen.

Mit Backpacking geht das. Ich bin mit einem Rucksack unheimlich flexibel und kann individuell reisen. Und das bedeutet dann auch, dass ich tiefer in das authentische Leben eintauchen kann als jemand, der mit Koffern und vorgebuchten Pauschalreisen unterwegs ist.

Meine Reisen können mich auch mal abseits der überlaufenen Touristenorte führen. Ich entdecke beim Backpacking manchmal Kleinode, die in keinem Reiseführer stehen und vermeide dafür hin und wieder umjubelte Attraktionen. Die sind mir nämlich einfach manchmal viel zu touristisch.

Ich esse lieber an kleinen, lokalen Straßenständen als im teuren Sternerestaurant, welches sich die Einheimischen gar nicht leisten können. Ich verzichte lieber auf ein bisschen Luxus, wenn das bedeutet, dass ich in den Austausch mit den Menschen vor Ort und ihrem Alltag treten kann.

 

Backpacking bietet mir persönlich die perfekte Art, ein Land zu erkunden.

 

Backpacking Gründe

 


 

6)  Backpacking ist preiswert

 

Beim Backpacking umgehe ich teure Hotels, Restaurants oder Touren. Statt auf private Autos zurückzugreifen nutze ich den öffentlichen Nahverkehr, öffentliche Busse oder Züge.

Ich greife auf günstige Hostels, Privatunterkünfte oder Gästehäuser zurück und gehe lieber in der kleinen, lokalen Taverne essen, als im großen Restaurant direkt am Strand. Und wenn, dann esse ich dort nur eine Kleinigkeit.

Vor allem ist Backpacking aber deshalb preiswerter als beispielsweise Pauschalreisen, weil man selbst entscheiden kann, wo man Geld investieren möchte oder nicht. Man kann eben dort sparen, wo man bereit ist, zu sparen, statt in allen Kriterien fest vorgegebene Preise zu zahlen.

 


 

7) Der Rucksack, mein treuer Begleiter

 

Jemanden, der immer an deiner Seite ist, mit dir Abenteuer erlebt, mit dem du durch dick und dünn gehst, würdest du vermutlich einen Freund nennen, oder?

 

Genau das ist mein Rucksack für mich: Ein Freund.

 

Genau genommen habe ich mehr als nur einen Rucksack. Irgendwie werden das auch gerne mal mehr – keine Ahnung, wie das immer passiert :D. Aber jeden einzelnen davon habe ich gern. Das Gleiche habe ich noch nie für irgendeinen (sorry!) blöden Koffer empfunden.

Es ist etwas ganz anderes, ob man so ’ne sperrige Rollkiste genervt hinter sich herzieht und sich am liebsten vom Taxifahrer so weit wie möglich tragen lässt, oder ob der Rucksack auf dem Rücken mit einem verschmilzt.

Da ist einfach alles drin, was man braucht, und man kann es immer bei sich tragen. Ich liebe jedes Mal auf’s neue das Gefühl, am ersten Tag einer neuen Reise meinen Backpack zu schultern. Oder ihn, wenn ich auf den Bus warte, neben mir stehen zu haben und mich daran anzulehnen.

 

Ich liebe seine Macken, die von den Abenteuern erzählen, die ich selbst erlebt habe.

 

Ich liebe es, die wichtigsten Dinge so nah bei mir zu tragen und damit selbstständig zu sein. Mein Rucksack auf Reisen ist mehr als nur ein mobiler Kleiderschrank – er ist mein treuer Begleiter.

 


 

8) Nicht immer einfach – aber immer bereichernd

 

Manchmal geht einem beim Backpacking alles auf den Keks. Es ist trotz Dunkelheit viel zu heiß, der Rucksack zu schwer, die Strecke zu lang, man verläuft sich, wird in der Menge angerempelt, dann ist das Zimmer im Hostel auch noch erst in sechs Stunden fertig.

Und dabei saß man gerade erst zwölf Stunden in einem wackeligen Bus, in dem es dank Marathon-Klimaanlage eigentlich viel zu kalt war und konnte kaum ein Auge zutun.

Aber dann wird es hell in der Stadt. Man findet dieses schnuckelige Café und gönnt sich ein kleines Frühstück und einen warmen Tee. Plötzlich fallen einem die vielen bunten Häuschen auf, der Duft von Frühling liegt in der Luft, die Einheimischen lächeln einem freundlich zu.

So anstrengend Backpacking manchmal auch sein kann, ich habe noch nie auch nur ansatzweise daran gedacht, damit aufzuhören. Noch nie gab es einen Moment, in dem ich meine Backpackingreise lieber gegen einen mehrtägigen Strandurlaub im Hotel hätte eintauschen wollen.

Denn Backpacking kann Nervenkitzel, Ungewissheiten und Anstrengungen mit sich bringen. Aber die unzähligen kleinen und großen Schönheiten entlang des Weges, die vielen prägenden Höhepunkte, das kleine Lächeln in der Griesgramstimmung machen Backpacking dennoch immer zu einem bereichernden Erlebnis.

Vielleicht sogar gerade weil einem nicht alles davon immer perfekt vorgekaut in den Schoß fällt. Sondern weil beim Backpacking die Dinge einfach passieren. Auch die Schönen, die einen stets ganz natürlich umgeben, auch, wenn man sie gerade mal nicht sehen kann.

 

Backpacking Gründe

 


 

Abschließende Worte

 

Für mich gibt es keine bessere Reiseart, um ein Land authentisch und intensiv kennenzulernen, als Backpacking. Auch wenn jeder Einzelne beim Backpacking unterschiedliche Prioritäten setzt bin ich der Meinung, dass die oben genannten Gründe für Backpacking für jeden Backpacker zählen.

 

Was sind Deine persönlichen Gründe für Backpacking? Würdest Du mir zustimmen, dass Backpacking ein authentisches und intensives Reisen ermöglicht? Ich bin auf deine Meinung gespannt!

 

 

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