Tricks für mehr Geld zum Reisen: Schon von Cashback gehört?

Unter den Sparfüchsen gibt es ein Zauberwort: Cashback. Wenn ich bei bestimmten Händlern einkaufe, bekomme ich Geld zurück. Einfach so. Klingt irgendwie genial, oder? Wie Cashback funktioniert und wie ihr damit mehr Geld zum Reisen zur Verfügung haben könnt, erkläre ich in diesem Artikel genauer.

 


 

Was ist Cashback eigentlich genau?

 

Ihr kennt doch sicher alle Payback, oder? Wenn ihr beispielsweise bei Real einkauft, erhaltet ihr pro vollem Euro Einkaufswert einen Paybackpunkt. Ein Paybackpunkt entspricht einem Cent als Wertgutschein. Wer 1000 Paybackpunkte gesammelt, also 1000 € ausgegeben hat, kann sich demnach einen Wertgutschein von 10 € auszahlen lassen.

Ihr bekommt also für eure Einkäufe Geld zurück. Oder eben geschenkt, je nachdem, wie ihr es sehen wollt.

Genau so funktioniert Cashback.

Beispielsweise könnt ihr über ein Cashback-Unternehmen bei einem bestimmten Anbieter einen Mietwagen buchen. Ihr erhaltet dafür 4 % des Preises als Cashback zurück. Bei einem Mietwagenpreis von insgesamt 200 € sind das beispielsweise 8 €.

Der Prozentsatz wechselt je nach Anbieter und so variiert auch, wie viel Geld ihr zurück bekommt.

Nochmal: Das Geld bekommt ihr sozusagen geschenkt! Keine Zusatzkosten, keine höheren Preise, keine Risiken.

 


 

Wie kann das für das Cashback-Unternehmen funktionieren?

 

Wie genau das System für alle Beteiligten gewinnbringend funktionieren kann, veranschaulicht euch folgende Grafik:

 

Cashback mehr Geld

 

Habt ihr schon mal von Affiliate oder Partnerprogrammen gehört? Das ist im Grunde genommen das, was ihr häufig auf Blogs finden werdet. Man geht mit bestimmten Unternehmen ein Partnerprogramm ein und setzt Empfehlungslinks zu diesem Unternehmen.

Klickt ihr dann auf einen dieser Links und kauft oder bucht etwas, erhält der Partner eine kleine Provision. Eben als Empfehlungsbelohnung. Für euch entstehen keinerlei Mehrkosten.

Ähnlich funktioniert das beim Cashback. Wenn ihr also bei einem Cashback-Unternehmen bei dem entsprechenden Anbieter einen Mietwagen bucht, erhält das Unternehmen besagte Provision. Das sind dann vielleicht ursprünglich 8 %. Das Unternehmen behält sich 4 % davon ein und schenkt euch die restlichen 4 %.

Womit wir wieder bei den 8 € wären, die ihr bei eurer Mietwagenbuchung erstattet bekommt.

Was ich dabei so schön finde: Beide gewinnen.

Wobei mir das Unternehmen als Endnutzer natürlich recht egal ist, wenn ich gerne mehr Geld zum Reisen haben möchte. Ist aber eben auch für mich selbst ein großer Vorteil.

 


 

Wie bekomme ich mit Cashback mehr Geld zum Reisen?

 

Indem ihr euer Cashbackguthaben nutzt.

Nehmen wir nochmal unsere 8 € Cashback für den Mietwagen. Ich habe schon in vielen Hostels geschlafen, die 8 € oder weniger pro Nacht kosteten.

Das gute am System ist, dass zahlreiche Unternehmen, Händler, Firmen und Dienstleister mitmachen. Ob ihr eine neue Kamera bei Saturn einkauft, Blumen zum Muttertag bestellt, Flüge bucht oder eine Jacke bei Jack Wolfskin ordert – am Ende bekommt ihr bares Geld zurück.

 

Das sind häufig kleine Beträge, aber nochmal: Sie sind geschenkt!

 

Und vor allem: Mehr Geld, das ihr sparen könnt oder weniger Geld, das ihr ausgebt (weilt ihr einen Teil zurückbekommt) bedeutet, mehr Geld für eure Reisen selbst zu haben!

Bei Booking.com beispielsweise gab es eine Zeit lang 8 € bei bis zu 3 Buchungen im Monat zurückgezahlt. Ich konnte mir damit häufig alle 3 Buchungen komplett refinanzieren!

Wenn ihr die Zeit investieren wollt, kann es sich auch lohnen, Anbieter zu vergleichen. Eventuell kann ein Flug über einen Anbieter teurer sein, dafür ist der Cashback entsprechend höher und gleicht den Preis aus.

 

Folgendes ist also zu beachten, wenn ihr dank Cashback mehr Geld zum Reisen haben wollt:

 

  • Rückzahlungen gibt es in der Regel nur für Online-Bestellungen
  • Bevor ihr etwas kaufen oder buchen wollt: Werft immer erst einen Blick auf die Seiten der Cashback-Unternehmen
  • Wichtig: Ruft den Anbieter oder Dienstleister NUR über die Seite des Unternehmens auf
    • Schließt das Fenster nicht zwischendurch
  • Kauft nichts, was ihr nicht braucht, nur, um Cashback zu erhalten
    • Sammelt stattdessen Cashback für Einkäufe und Buchungen, die ihr ohnehin tätigen würdet
  • Vergleicht Preise in Relation zur Cashbackhöhe

 


 

Cashback-Möglichkeiten im Vergleich

 

1) Payback

 

Mehr Geld zum Reisen Cashback Payback

 

Payback ist sozusagen das kleine Cashback. Ihr erhaltet hier lediglich Kleinstbeträge zurück und könnt euer Punkteguthaben auch erst ab mindestens 100 Punkten (= 1 €) einlösen.

Eine Stärke von Payback ist jedoch die Alltagstauglichkeit. Ihr könnt mit der Paybackkarte auch vor Ort einkaufen und müsst nicht den Online-Shop wählen. Ihr könnt die Payback-Karte zum Punktesammeln immer dabei haben. Geschäfte, die Payback anbieten, machen normalerweise auch darauf aufmerksam. So kann euch, anders als bei Online-Unternehmen, keine Paybackchance entgehen.

Schneller sammeln sich die Punkte mit Coupons, welche Payback regelmäßig anbietet. Damit sammelt ihr beispielsweise 10fach-Punkte auf den gesamten Einkauf oder bekommt 250 Punkte beim Kauf des neuen Handys geschenkt.

 

2) Kreditkarten

 

Einige Kreditkarten bieten die Möglichkeit, Cashback zu sammeln.

Das ist natürlich praktisch, da ihr nicht nur ein internationales Zahlungsmittel bei euch tragt, sondern gleichzeitig Geld damit zurückbekommen könnt.

Die Konditionen sind dabei je nach Kreditkarte unterschliedlich. Manche Kreditkarten bieten auch Cashback per Kartennutzung, andere lediglich bei Einkäufen über festgelegte Partner. Die Auszahlungssysteme sind ebenso verschieden wie die mögliche Höhe an Cashback.

 

Um hier ein paar Kreditkarten zu nennen:

 

  • DKB Visa Card
    • Cashback Online und Sparmöglichkeiten vor Ort
    • Auszahlung umgehend auf euer Girokonto bei der DKB
    • Punkte sammeln für getätigte Zahlungen, welche ihr wiederum gegen Prämien eintauschen könnt
  • Consorbank Visa Card
    • 10 Cent Cashback pro Kartennutzung
    • höchstens 60 € im Jahr, 5 € pro Monat sammel- und auszahlbar
  • Amazon Visa Card
    • Cashback mit Punktesystem (ähnlich Payback)
    • 2 Punkte pro Euro bei Einkäufen über Amazon, 1 Punkt pro Euro außerhalb Amazons
    • 100 Punkte entsprechen 1 €
    • Guthaben wird nicht ausgezahlt, sondern kann erneut bei Amazon eingesetzt werden
  • Payback American Express
    • Cashback mit Payback-Punktesystem
    • Punkte sammeln bei Paybackpartnern (1 Punkt pro Euro) und durch Kartennutzung (1 Punkt pro zwei Euro)
    • Punkte können in Gutscheine oder Prämien eingelöst werden

 

3) Andasa

 

Mehr Geld zum Reisen Cashback Andasa

 

Andasa schimpft sich selbst „Deutschlands größtes Cashback-Programm„. Ob das stimmt? Wer weiß, aber es lässt sich festhalten, dass das Angebot an Anbietern dort riesig ist. Mehr als 3500 Online-Shops hat Andasa gelistet.

Bei der Anmeldung gibt es einmalig 10 € geschenkt. Zusätzlich gibt es bei Andasa zeitlich begrenzte Cashback-Aktionen, bei denen noch mehr zu hohlen ist.

Eine Auszahlung des gesammelten Guthabens gibt es ab 30 €.

Eine eigene Kreditkarte zum Sammeln vor Ort bietet Andasa ebenfalls an. Die Karte selbst ist kostenlos und beeinhaltet eine Reiseversicherung. Bargeldabhebung sei weltweit kostenlos, so lautet das Versprechen. Klingt für mich im Grunde nach einem sehr fairen Paket, nutzen tue ich die Kreditkarte jedoch nicht.

Um auch etwas Negatives anzumerken: Das ganze Design erinnert an eine einzige Werbeplattform. Wirkt auf mich wenig professionell und ich fühle mich subjektiv weniger wie ein Gewinner in der Sache, sondern mehr wie jemand, der auf Werbeversprechen zu Gunsten des Unternehmens hereinfallen soll.

 

4) Shoop*

 

Mehr Geld zum Reisen Cashback Shoop

 

Shoop ist ein weiteres großes und beliebtes Cashback-Unternehmen. Das Design ist für meinen Geschmack ansprechender und wirkt professioneller als bei Andasa.

Auch die Struktur, die hinter Shoop steckt, erscheint mir wesentlich transparenter. Die Kategorien sind übersichtlich in Shopping, Haus&Technik, Dienstleister und Reise unterteilt.

Bei Shoop gibt es eine Auswahl von etwa 2000 Online-Anbietern. Cashback-Aktionen gibt es hier auch, über die ihr euch sogar per Whatsapp informieren lassen könntet.

Eine Auszahlung ist ab dem 1. Euro möglich.

Dafür fehlt die Kreditkarte. Eine Möglichkeit, auch vor Ort in Geschäften Cashback zu sammeln, gibt es also nicht, was schade ist.

 

5) Scondoo

 

Mehr Geld zum Reisen mit Cashback scondoo

 

Scondoo hat nochmal einen anderen Cashback-Ansatz: Statt für Einkäufe in Online-Shops geld zurück zu bekommen, erhaltet ihr dies gegen Vorlage eures Kassenbons aus dem Geschäft.

Hierfür verwendet ihr am besten die Unternehmenseigene App.

Allerdings gibt es bei Scondoo nur Geld für begrenzte und konkrekte Produkte zurück. Es macht natürlich wenig Sinn, etwas einzukaufen, was man gar nicht braucht, nur um dann einen kleinen Teil des Einkaufswertes zurückzubekommen.

Scondoo eignet sich also eher als kleiner Zusatz, wenn ihr hier und da noch ein paar Euro sparen möchtet.

Eine Auszahlung des Guthabens ist ab 4 € möglich.

 


 

Abschließende Worte

 

Cashback kann eine Möglichkeit sein, ganz nebenbei etwas Geld zu sammeln, welches sich wiederum in unsere Reisen investieren lässt. Das Angebot und die Konditionen der Unternehmen sind dabei jedoch unterschiedlich und lohnen einen Vergleich. 

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